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Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit III // Dasein, aperturidad y verdad III

C) Die Seinsart der Wahrheit und die Wahreitsvoraussetzung

Das Dasein ist als konstituiert durch die Erschlossenheit wesenhaft in der Wahrheit. Die Erschlossenheit ist eine wesenhafte Seinsart des Daseins. Wahrheit “gibt es” nur , sofern und solange Dasein ist. Seiendes ist nur dann entdeckt und nur solange erschlossen, als überhaupt Dasein ist Die Gesetze Newtons, der Satz von Widerspruch, jede Wahrheit überhaupt sind nur solange wahr, als Dasein ist. Vor dem Dasein überhaupt nicht war, und nachdem Dasein überhaupt nicht mehr sein wird, war keine Wahrheit und wird keine sein, weil sie als Erschlossenheit (Aperturidad), Entdeckung (Descubrimiento) und Entdecktheit (Estar al descubierto) dann nicht sein kann. Bevor die Gesetze Newtons entdeckt wurden, waren sie nicht “wahr”; daraus folgt nicht , dass sie falsch waren, noch gar, dass sie , wenn ontisch keine Entdecktheit mehr möglich ist, falsch würden. Ebensowenig liegt in dieser Beschränking eine Herabminderung des Wahrseins der “Wahrheiten.”

Die Gesetze Newtons waren vor ihm weder wahr noch falsch, kann nicht bedeuten, das Seiende, das sie entdeckend aufzeigen, sei vordem nicht gewesen. Die Gesetze wurden durch Newton wahr, mit ihnen wurde für das Dasein Seiendes an ihm selbst zugänglich. Mit der Entdecktheit des Seienden zeigt sich dieses gerade als das Seiende, das vordem schon war. So zu entdecken ist die Seinsart der “Wahrheit”.(Tales leyes llegaron a ser verdaderas por medio de Newton; en virtud de ellas, ciertos entes se hicieron accesibles en sí mismos para el Dasein. Con el estar al descubierto del ente, éste se muestra precisamente como el ente que ya era antes. Esta forma de descubrir es el modo de ser de la “verdad”)

Dass es “ewige Wahrheiten” gibt, wird erst dann zureichend bewiesen sein, wenn der Nachweis gelungen ist, dass in alle Ewigkeit Dasein war und sein wird. Solange dieser Beweis aussteht, bleibt der Satz eine phantastiche Behauptung, die dadurch nicht an Rechtmäβigkeit gewinnt, dass sie von den Philosophen gemeinhin “geglaubt” wird.

Alle Wahrheit ist gemäβ deren wesenhaften daseinsmäβigen Seinsart relativ auf das Sein des Daseins. (En virtud de su esencial modo de ser conforme al Dasein, toda verdad es relativa al ser del Dasein) Bedeutet diese Relativität soviel wie Wahrheit ist “subjektiv” ? Wenn man “subjektiv” interpretiert als “in das Belieben des Subjekts gestellt”, dann gewiss nicht. Denn das Entdecken entzieht seinem eigensten Sinne nach das Aussagen dem “subjektiven” Belieben und bringt das entdeckende Dasein vor das Seiende selbst. (En efecto, el descubrir, en conformidad con su sentido más propio,sustrae el enunciado al arbitrio “subjetivo” y enfrenta al Dasein descubridor con el ente mismo) Und nur weil “Wahrheit” als Entdecken eine Seinsart des Daseins ist, kann sie dessen Belieben entzogen werden. Auch die “Allgemeingültigkeit” der Wahrheit ist lediglich darin verwurzelt, dass das Dasein Seiendes an ihm selbst entdecken und freigeben kann. Nur so vermag dieses Seiende an ihm selbst jede mögliche Aussage, das heisst Aufzeigung seiner, zu binden. (Sólo así este ente puede ser en sí mismo vinculante para todo posible enunciado, es decir, para toda mostración que recaiga sobre él) Wird die rechtverstandene Wahrheit dadurch im mindesten angetastet, dass sie ontisch nur im “Subjekt” mögich ist und mit dessen Sein steht und fällt? (…y que se sostiene o cae con el ser de éste –del sujeto?)

Aus der existenzial begriffenen Seinsart der Wahrheit wird nun auch der Sinn der Wahrheitsvoraussetzung verständlich. Warum müssen wir voraussetzen, dass es Wahrheit gibt?(¿Por qué debemos presuponer que hay verdad?) Was heisst “voraussetzen”? Was meint das “müssen” und “wir”? Was besagt: “es gibt Wahrheit”? Wahrheit setzen “wir” voraus, weil “wir”, seiend in der Seinsart des Daseins, “in der Wahrheit” sind. Wir setzen sie nicht voraus als etwas “auβer” und “über” uns, zu dem wir uns neben anderen “Werten” auch verhalten. Nicht wir setzen die “Wahrheit” voraus, sondern sie ist es, die ontologisch überhaupt möglich macht, dass wir so sein können, dass wir etwas “voraussetzen”. (No somos nosotros los que presuponemos la verdad, sino que es ella la que hace ontológicamente posible que nosotros podamos ser de tal modo que “presupongamos” algo) Wahrheit ermöglicht erst so etwas wie Vorausetzung.

Was besagt “voraussetzen”? Etwas verstehen als den Grund des Seins eines anderen Seienden. Dergleichen Verstehen von Seiendem in seinen Seinszusammmenhängen (en sus conexiones de ser)  ist nur möglich auf dem Grunde der Erschlossenheit, das heisst des Endeckendseins des Daseins. “Wahrheit” voraussetzen meint dann, sie verstehen als etwas, worumwillen das Dasein ist. Dasein aber-das liegt in der Seinsverfassung als Sorge-ist sich je schon vorweg. Es ist Seiendes, dem es in seinem Sein um das eigenste Seinkönnen geht. Zum Sein und Seinkönnen des Daseins als In-der-Welt-sein gehört wesenhaft die Erschlossenheit und das Entdecken. Dem Dasein geht es um sein In-der-Welt-sein können und darin um das umsichtig entdeckende Besorgen des innerwetllich Seienden. In der Seinsverfassung des Daseins als Sorge , im Sichvorwegsein, liegt das ursprünglichste “Voraussetzen”. (En el anticiparse a sí del cuidado, en cuanto constitución de ser del Dasein, se encuentra la presuposición más originaria) Weil zum Sein des Daseins dieses Sichvoraussetzen gehört, müssen “wir” auch “uns”, als durch Erschlossenheit bestimmt, voraussetzen. Dieses im Sein des Daseins liegende “Voraussetzen” verhält sich nicht zu nichtdaseinsmäβigem Seienden, das es überdies noch gibt, sondern einzig zu ihm selbst. (Este “presuponer” constitutivo del ser del Dasein no se refiere al ente que no tiene el modo de ser del Dasein-y que también es, además de aquel-sino que se refiere únicamente al Dasein mismo) Die vorausgesetzte Wahrheit, bzw. das “es gibt”, womit ihr Sein bestimmt sein soll (o el “hay” con el que se debe determinar su ser), hat die Seinsart bzw. den Seinsinn des Daseins selbst. Die Wahrheitsvoraussetzung müssen wir “machen”, weil sie mit dem Sein des “wir” schon “gemacht” ist. (La presuposición de la verdad debemos “hacerla” nosotros, porque ella ya está “hecha” con el ser del “nosotros”)

Wir müssen die Wahrheit voraussetzen, sie muss als Erschlossenheit des Daseins sein, so wie dieses selbst als je meines und dieses sein muss. Das gehört zur wesenhaften Geworfenheit des Daseins in die Welt. Hat je Dasein als es selbst frei darüber entschieden, und wird es je darüber entscheiden können, ob es ins “Dasein” kommen will oder nicht? “An sich” ist gar nicht einzusehen, warum Seiendes entdeckt sein soll, warum Wahrheit und Dasein sein muss. Die übliche Widerlegung des Skeptizismus, der Leugnung des Seins bzw. der Erkennbarkeit der “Wahrheit”, bleibt auf halbem Wege stehen. Was sie in formaler Argumentation zeigt, ist lediglich,dass, wenn geurteilt wird, Wahrheit vorausgesetzt ist. Es ist der Hinweis darauf, dass zur Aussage “Wahrheit” gehört, dass Aufzeigen seinem Sinne nach ein Entdecken ist. Dabei bleibt ungeklärt stehen, warum das so sein muss, worin der ontologische Grund für diesen notwendigen Seinszusammenhang von Aussage und Wahrheit liegt. (Pero queda sin aclarar por qué tiene que ser así, cuál es la razón ontológica de esta necesaria conexión de ser entre el enunciado y la verdad) Ebenso bleiben die Seinsart von Wahrheit und der Sinn des Voraussetzens und seines ontologischen Fundamentes im Dasein selbst völlig dunkel. Überdies wird verkannt, dass auch, wenn niemand urteilt, Wahrheit schon vorausgesetzt wird, sofern überhaupt Dasein ist. (Y se desconoce además que, aun cuando nadie juzgara, se presupondría la verdad ya por el solo hecho de que el Dasein es)

Ein Skeptiker kann nicht widerlegt werden, so wenig wie das Sein der Wahrheit “bewiesen” werden kann. (Un escéptico no puede ser refutado, de la misma manera como no se puede “demostrar” el ser de la verdad) Der Skeptiker, wenn er faktisch ist, in der Weise der Negation der Wahrheit, braucht auch nicht widerlegt zu werden. Sofern er ist und sich in diesem Sein verstanden hat, hat er in der Verzweiflung des Selbstmords das Dasein und damit die Wahrheit ausgeloscht. Wahrheit lässt sich  in ihrer Notwendigkeit nicht beweisen, weil das Dasein für es selbst nicht erst unter Beweis gestellt werden kann. (porque el Dasein no puede sometrse a sí mismo a demostración) So wenig erwiesen ist, dass es “ewige Wahrheiten” gibt, so wenig ist es erwiesen, dass es je-was die Widerlegungen des Skeptizismus trotz ihres Unternehmens im Grunde glauben- einen “wirklichen” Skeptiker “gegeben” hat. (…tampoco se ha demostrado que alguna vez-como en el fondo creen las refutaciones del escepticismo, a pesar de su propio empeño-haya habido un “verdadero” escéptico.) Vielleicht öfter, als die Harmlosigkeit der formal-dialektischen Überrumpelungsversuche gegenüber dem “Skeptizismus” (tentativas dialéctico-formales de tomar por sorpresa al escepticismo) wahr haben möchte.

So wird denn überhaupt bei der Frage nach dem Sein der Wahrheit und der Notwendigkeit ihrer Voraussetzung ebenso wie bei der nach dem Wesen der Erkenntnis ein “ideales Subjekt” angesetzt. Das ausdrückliche oder unausdrückliche Motiv dafür liegt in der berechtigten, aber doch auch erst ontologisch zu begründenden Forderung, dass die Philosophie das “Apriori” und nicht “empirische Tatsachen” als solche zum Thema hat. Aber genügt dieser Forderung der Ansatz eines “idealen Subjekts”? Ist es nicht ein phantastisch idealisiertes Subjekt? Wird mit dem Begriff eines solchen Subjekts nicht gerade das Apriori des nur “tatsachlichen” Subjekts, des Daseins, verfehlt? Gehört zum Apriori des faktischen Subjekts, das heisst zur Faktizität des Daseins nicht die Bestimmtheit, dass es gleichursprünglich in der Wahrheit und Unwahrheit ist?

Die Ideen eines “reinen Ich” und eines “Bewusstseins überhaupt” enthalten so wenig das Apriori der “wirklichen” Subjektivität, dass sie die ontologischen Charaktere der Faktizität und der Seinsverfassung des Daseins überspringen, bzw. überhaupt nicht sehen. Die Zurückweisung eines “Bewusstseins überhaupt” bedeutet nicht die Negation des Apriori, so wenig als der Ansatz eines idealisierten Subjekts die sachgegründete Apriorität des Daseins verbürgt.(… asi como tampoco la posición de de un sujeto idealizado garantiza que la aprioridad del Dasein esté fundada en las cosas mismas)

Die Behauptung “ewiger Wahrheiten”, ebenso wie die Vermengung der phänomenal gegründeten “Idealität” des Daseins mit einem idealisierten absoluten Subjekt gehören zu den längst noch nicht radikal ausgetriebenen Resten von christlicher Theologie innerhalb der philosophischen Problematik. (

Das Sein der Wahrheit steht in ursprünglichem Zusammenhang mit dem Dasein. (El ser de la verdad está en connexion originaria con la verdad) Und nur weil Dasein ist als konstituiert durch Erschlossenheit, das heisst Verstehen, kann überhaupt so etwas wie Sein verstanden werden, ist Seinsverständnis möglich. (Y tan solo porque el Dasein está constituido por la aperturidad, es decir, por el comprender, eso que llamamos el ser puede ser comprendido: la comprensión del ser es posible)

Sein-nicht Seiendes-“gibt es” nur , sofern Wahrheit “ist”. (Ser-no el ente-sólo lo “hay” en tanto que la verdad es) Und sie ist nur, sofern und solange Dasein ist. Sein und Wahrheit “sind” gleichursprünglich. Was es bedeutet: Sein “ist”, wo es doch von allem Seienden unterschieden sein soll, kann erst konkret gefragt werden, wenn der Sinn von Sein und die Tragweite von Seinsverständnis überhaupt aufgeklärt sind. (Qué significa que el ser “es”, cuando debe distinguírselo de todo ente, solo podrá ser preguntado concretamente una vez que se haya aclarado en general el sentido del ser y el alcance de la comprensión del ser) Erst dann ist es auch ursprünglich auseinanderzulegen, was zum Begriff einer Wissenschaft vom Sein als solchem, seinen Möglichkeiten und Abwandlungen gehört. Und in Abgrenzung dieser Forschung und ihrer Wahrheit wird die Forschung als Entdeckung von Seiendem und ihre Wahrheit zu bestimmen sein.

Noch steht die Beantwortung der Frage nach dem Sinn von Sein aus. Was hat die bisher durchgeführte Fundamentalanalyse des Daseins zur Ausarbeitung der genannten Frage bereitgestellt? Geklärt wurde durch Freilegung des Phänomens der Sorge die Seinsverfassung des Seienden, zu dessen Sein so etwas wie Seinsverständnis gehört. Das Sein des Daseins wurde damit zugleich abgegrenzt gegen Seinsmodi (Zuhandenheit, Vorhandenheit, Realität), die nichtdaseinsmäβiges Seiendes charakterisieren. Verdeutclicht wurde das Verstehen selbst, womit zugleich die Methodische Durchsichtigkeit des verstehend-auslegenden Verfahrens der Seinsinterpretation gewahrleistet ist.

Wenn mit der Sorge die ursprüngliche Seinsverfassung des Daseins gewonnen sein soll, dann muss auf diesem Grunde auch das in der Sorge liegende Seinsverständnis zu Begriff gebracht, das heisst der Sinn von Sein umgrenzt werden können.(entonces será también posible conceptualizar, sobre esta base, la comprensión del ser que se da en el cuidado, es decir, circunscribir el sentido del ser) Aber ist mit dem Phänomen der Sorge die ursprünglischste existenzial-ontologische Verfassung des Daseins erschlossen? Gibt die im Phänomen der Sorge liegende Strukturmannigfaltigkeit die ursprünglichste Ganzheit des Seins des faktischen Daseins? (La multiplicidad de estructuras que se da en el fenómeno del cuidado ¿representa la totalidad más originaria del ser del Dasein fáctico?) Hat die bisherige Untersuchung überhaupt das Dasein als Ganzes in den Blick bekommen?

Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit II // Dasein, aperturidad y verdad II

b) Das ursprüngliche Phänomen der Wahrheit und die Abkünftigkeit des traditionellen Wahrheitsbegriffes

Wahrsein (Ser-verdadero) (Wahrheit) besagt entdeckend-sein (ser-descubridor).Ist das aber nicht eine höchst willkürliche Definition der Wahrheit? Mit so gewaltsamen Begriffsbestimmungen mag es gelingen, die Idee der Übereinstimmung aus dem Wahrheitsbegriff auszuschalten. Muss dieser zweifelhafte Gewinn nicht damit bezahlt werden, dass die “alte” gute Tradition in die Nichtigkeit gestoβen ist? Allein die scheinbar willkürliche Definition enthält die notwendige Interpretation dessen, was die älteste Tradition der antiken Philosophie ursprünglich ahnte und vorphänomenologisch auch verstand. Das Wahrsein des  Worte auf Griechisch”  als Worte auf Griechisch”, ist das Worte auf Griechisch” in der Weise des Worte auf Griechisch”: Seiendes-aus der Verborgenheit herausnehmend-in seiner Unverborgenheit (en su desocultación) (in seiner Endecktheit / en su estar al descubierto) sehen Lassen. Die Worte auf Griechisch” die von Aristoteles nach den oben angeführten Stellen mit Worte auf Griechisch”  gleichgesetzt wird, bedeutet die “Sachen selbst”, das, was sich zeigt, das Seiende im Wie seiner Entdecktheit (el ente en el cómo de su estar al descubierto). Und ist es Zufall, dass in einer der Fragmente des Heraklit, den ältesten philosophischen Lehrstücken, die ausdrücklich vom Worte auf Griechisch” handeln, das herausgestellte Phänomen der Wahrheit im Sinne der Entdecktheit (Unverborgenheit) durchblickt? Dem Worte auf Griechisch” und dem, der ihn sagt und versteht, werden die Unverständigen (los que carecen de comprensión) entgegengestellt. Der Worte auf Griechisch” ist Worte auf Griechisch” er sagt, wie das Seiende sich verhält (cómo se comporta el ente). Den Unverständigen dagegen Worte auf Griechisch” bleibt in Verborgenheit, was sie tun;  “Worte auf Griechisch” sie vergessen, das heisst, es sinkt ihnen wieder in der Verborgenheit zurück. (En cambio, para los que no comprenden queda oculto lo que hacen; ellos olvidan, es decir, vuelve a hundírseles en el ocultamiento) Also gehört zum Worte auf Griechisch” die Unverborgenheit,Worte auf Griechisch” Die Übersetzung durch das Wort “Wahrheit” und erst recht die theoretischen Begriffsbestimmungen dieses Ausdrucks verdecken den Sinn dessen, was die Griechen als vorphilosophisches Verständnis dem terminologischen Gebrauch von Worte auf Griechisch” “selbsverständlich” zugrunde legten.

Die Beziehung solcher Belege muss sich vor hemmungloser Wortmystik hüten: gleichwohl ist es am Ende das Geschäft der Philosophie, die Kraft der elementarsten Worte, in denen sich das Dasein ausspricht, davor zu bewahren, dass sie durch den gemeinen Verstand zur Unverständlichkeit nivelliert werden, die ihrerseits als Quelle für Scheinprobleme fungiert.

Was früher gleichsam in dogmatischer Interpretation über Worte auf Griechisch .und Worte auf Griechisch” dargelegt wurde, hat jetzt seine phänomenale Auswesiung erhalten. Die vorgelegte “Definition” der Wahrheit ist kein Abschütteln der Tradition, sondern die ursprüngliche Aneignung: das um so mehr dann, wenn der Nachweis gelingt, dass und wie die Theorie auf dem Grunde des ursprünglichen Wahrheitsphänomens zur Idee der Übereinstimmung kommen musste.

Die “Definition” der Wahrheit als Entdecktheit und Entedeckend-sein ist auch keine bloβe Worterklärung, sondern sie erwächst aus der Analyse der Verhaltungen des Daseins, die wir zunächst “wahre” zu nennen pflegen.

Wahrsein als endeckend-sein ist eine Seinsweise des Daseins. (Ser-verdadero en tanto que ser-descubridor, es una forma de ser del Dasein). Was dieses Entdecken selbst möglich macht, muss notwendig in einem noch ursprünglicheren Sinne “wahr” genannt werden. Die existenzial-ontologischen Fundamente des Entdeckens selbst zeigen erst das ursprünglichste Phänomen der Wahrheit.

Das Entdecken ist eine Seinsweise des In-der-Welt-seins. (Descubrir es una forma de ser del estar-en-el-mundo) Das umsichtige oder auch das verweilend hinsehende Besorgen entdecken innerweltliches Seiendes.Dieses wird das Entdeckte. Es ist “wahr” in einem zweiten Sinne. Primär “wahr”, das heisst, entdeckend ist das Dasein. Wahrheit in zweiten Sinne besagt nicht Entdeckend-sein (Entdeckung), sondern Entdeckt-sein (Entdecktheit) (Verdad, en sentido derivado, no quiere decir ser-descubridor (descubrimiento) sino ser-descubierto (estar-al-descubierto) )

Durch die frühere Analyse der Weltlichkeit der Welt und des innerweltlichen Seienden wurde aber gezeigt: die Entdecktheit der innerweltlichen Seienden gründet in der Erschlossenheit der Welt. Erschlossenheit aber ist die Grundart des Daseins, gemäβ der es sein Da ist. Erschlossenheit wird durch Befindlichkeit, Verstehen und Rede konstituiert und betrifft gleichursprünglich die Welt, das In-Sein und das Selbst. Die Struktur der Sorge als Sichvorweg-schon sein in einer Welt-als Sein bei innerweltlichem Seienden birgt in sich Erschlossenheit des Daseins. (La estructura del cuidado como anticiparse-a-sí-estando ya en un mundo-en medio del ente intramundano, implica la aperturidad del Dasein). Mit und durch sie ist Entdecktheit, daher wird erst mit der Erschlossenheit des Daseins das ursprüngliche Phänomen der Wahrheit erreicht.Was früher hinsichtlich der existenzialen Konstitution des Da und bezüglich des alltäglichen Seins des Da aufgezeigt wurde, betraf nichts anderes als das ursprüngliche Phänomen der Wahrheit. Sofern das Dasein wesenhaft seine Erschlossenheit ist, als erchlossenes erschliesst und entdeckt, ist es wesenhaft “wahr”. Dasein ist “in der Wahrheit”. Diese Aussage hat ontologischen Sinn. Sie meint nicht, dass das Dasein ontisch immer oder auch nur je “in alle Wahrheit” eingeführt sei, sondern dass zu seiner existenzialen Verfassung Erschlossenheit seines eigensten Seins gehört. (El Dasein es en la verdad. Este enunciado tiene un sentido ontológico. No pretende decir que el Dasein esté siempre, o si quiera alguna vez, ónticamente iniciado “en toda la verdad”, sino que afirma que a su constitución esencial le pertenece la aperturidad de su ser más propio)

Unter Aufnahme des früher Gewonnenen kann der volle existenziale Sinn des Satzes “Dasein ist in der Wahrheit” durch folgende Bestimmungen wiedergegeben werden:

1.- Zur Seinsverfassung des Daseins gehört wesenhaft Erschlossenheit überhaupt. Sie umgreift das Ganzsein der Seinstruktur, die durch das Phänomen der Sorge explizit geworden ist. Zu dieser gehört nicht nur In-der-Welt-sein, sondern Sein bei innerweltlichem Seienden.Mit dem Sein des Daseins und seiner Erschlossenheit ist gleichursprünglich Entdecktheit des innerweltlichen Seienden. (el estar al descubierto de los entes intramundanos)

2.- Zur Seinsverfassung des Daseins und zwar als Konstitutivum seiner Erschlossenheit gehört die Geworfenheit. In ihr enthüllt sich, dass Dasein je schon als meines und dieses in einer bestimmten Welt und bei einem bestimmten Umkreis von bestimmten innerweltlichen Seienden ist. Die Erschlossenheit ist wesenhaft faktische. (La aperturidad es esencialmente fáctica)

3.-Zur Seinsverfassung des Daseins gehört der Entwurf: das erschliessende Sein zu seinem Seinkönnen. (el proyecto: el aperiente estar vuelto hacia su poder ser) Dasein kann sich als verstehendes aus der Welt und den Anderen her verstehen oder aus seinem eigensten Seinkönnen. Die letzgenannte Möglichkeit besagt: das Dasein erchliesst sich ihm selbst im eigensten und als eigenstes Seinkönnen. Diese eigentliche Erschlossenheit zeigt das Phänomen der ursprünglichsten Wahrheit im Modus der Eigentlichkeit. Die ursprünglichste und zwar eigentlichste Erschlossenheit, in der das Dasein als Seinkönnen sein kann ist die Wahrheit der Existenz. Sie erhält erst im Zusammenhang einer Analyse der Eigentlichkeit des Daseins ihre existenzial-ontologische Bestimmtheit.

4.- Zur Seinsverfassung des Daseins gehört das Verfallen. Zunächst und zumeist ist das Dasein an seine Welt verloren. Das Verstehen, als Entwurf auf die Seinsmöglichkeiten, hat sich dahin verlegt. (El comprender en tanto que proyectarse hacia las posibilidades de ser, se ha emplazado allí) Das Aufgehen im Man bedeutet die Herrschaft der offentlichen Ausgelegtheit. Das Entdeckte und Erschlossene steht im Modus der Verstelltheit und Verschlossenheit (en el modo del disimulo y de la obstrucción) durch das Gerede, die Neugier und die Zweideutigkeit. Das Sein zum Seienden ist nicht ausgeloscht, aber entwurzelt. Das Seiende ist nicht völlig verborgen, sondern gerade entdeckt, aber zugleich verstellt; es zeigt sich-aber im Modus des Scheins. (El ente no queda enteramente oculto, sino que está justamente descubierto, pero a la vez disimulado; se muestra-pero en el modo de la apariencia)  Imgleichen sinkt das vordem Entdeckte wieder in die Verstelltheit und Verborgenheit zurück. Das Dasein ist, weil wesenhaft verfallend, seiner Seinsverfassung nach in der Unwahrheit. ( A fuer de esencialmente cadente, el Dasein está , por su misma constitución de ser, en la “no-verdad”) Dieser Titel ist hier ebenso wie der Ausdruck “Verfallen” ontologisch gebraucht. Jede ontisch negative “Wertung” ist bei seinem existenzial-analytischen Gebrauch fernzuhalten. Zur Faktizität des Daseins gehören Verschlossenheit und Verdecktheit (A la facticidad del Dasein son inherentes la obstrucción y el encubrimiento). Der volle existenzial-ontologische Sinn des Satzes: “Dasein ist in der Wahrheit” sagt gleichursprünglich mit: “Dasein ist in der Unwahrheit”. Aber nur sofern Dasein erschlossen ist, ist es auch verschlossen; und sofern mit dem Dasein je schon innerweltliches Seiendes entdeckt ist, ist dergleichen Seiendes als mögliches innerweltlich Begegnendes verdeckt (verborgen) oder verstellt. (El sentido ontológico-existencial plenario de la proposición “el Dasein está en la verdad” implica cooriginariamente que “el Dasein está en la no-verdad”. Pero tan sólo en la medida en que el Dasein está abierto, también está cerrado; y sólo en la medida en que con el Dasein ya está siempre descubierto el ente intramundano, semejante ente queda-en cuanto es algo que puede comparecer intramundanamente-encubierto (oculto) o disimulado)

Daher muss das Dasein wesenhaft das auch schon Endeckte gegen den Schein und die Verstellung sich ausdrücklich zueignen und sich der Entdecktheit immer wieder versichern. Erst recht vollzieht sich alle Neuentdeckung nicht auf der Basis völliger Verborgenheit, sondern im Ausgang von der Endecktheit im Modus des Scheins. Seiendes sieht so aus wie…, das heisst, es ist in gewisser Weise schon entdeckt und doch noch verstellt.

Die Wahrheit (Entdecktheit) muss dem Seienden immer erst abgerungen werden. Das Seiende wird der Verborgenheit entrissen. Die jeweilige faktische Entdecktheit ist gleichsam immer ein Raub. (La verdad-el estar al descubierto-debe empezar siempre por serle arrebatada al ente. El ente es arrancado al ocultamiento.Todo estado fáctico de descubrimiento es siempre algo así como un robo) Ist es Zufall , dass die Griechen sich über das Wesen der Wahrheit in einem privativen Ausdruck (Worte auf Griechisch”) aussprechen? Kündigt sich in solchem Sichaussprechen des Daseins nicht ein ursprüngliches Seinsverständnis seiner selbst an, das wenngleich nur vorontologische Verstehen dessen, dass In-der- Unwahrheit-sein eine wesenhaft Bestimmung des In-der-Welt-seins ausmacht?

Dass die Göttin der Wahrheit, die den Parmenides führt, ihn vor beide Wege stellt, den des Entdeckens und den des Verbergens bedeutet nichts anderes als: das Dasein ist je schon in der Wahrheit und Unwahrheit. Der Weg des Entdeckens wird nur gewonnen im Worte auf Griechisch” im verstehenden Unterscheiden beider, und Sichentscheiden für den einen. (Que la diosa de la verdad, que conduce a Parménides, lo ponga ante los dos caminos, vale decir, el del descubrimiento y el del ocultamiento, no significa sino que el Dasein ya está siempre en la verdad y en la no-verdad. El camino del descubrimiento sólo se alcanza en el “Palabra en griego” , en el discernimiento comprensor de ambos y en la decisión por uno de ellos”)

Die existenzial-ontologische Bedingung dafür, dass In-der-Welt-sein durch “Wahrheit” und “Unwahrheit” bestimmt ist, liegt in der Seinsverfassung des Daseins, die wir als den geworfenen Entwurf kennzeichneten. Sie ist ein Konstitutivum der Struktur der Sorge.

Die existenzial-ontologische Interpretation des Phänomens der Wahrheit hat ergeben: 1.- Wahrheit im ursprünglichsten Sinne ist die Erschlossenheit des Daseins, zu der die Entdecktheit des innerweltlichen Seienden gehört. 2.- Das Dasein ist gleichursprünglich in der Wahrheit und Unwahrheit.

Diese Sätze können innerhalb des Horizontes der traditionellen Interpretation des Wahrheitsphänomens erst dann voll einsichtig werden, wenn sich zeigen lässt; 1.- Wahrheit als Übereinstimmung verstanden, hat ihre Herkunft aus der Erschlossenheit und das auf dem Wege einer bestimmten Modifizierung. 2.- Die Seinsart der Erschlossenheit selbst führt dazu, dass zunächst ihre abkünftige Modifikation in den Blick kommt und die theoretische Explikation der Wahrheitsstruktur leitet.

Die Aussage und Ihre Struktur, das apophantische Als, sind in der Auslegung und deren Struktur, dem hermeneutischen Als, und weiterhin im Verstehen, der Erschlossenheit des Daseins, fundiert. Wahrheit aber gilt als auszeichnende Bestimmung der so abkünftige Aussage. Demnach reichen die Wurzeln der Aussagewahrheit in die Erschlossenheit des Verstehens zurück. Über diese Anzeige der Herkunft der Aussagewahrheit hinaus muss nun aber das Phänomen der Übereinstimmung ausdrücklich in seiner Abkünftigkeit aufgezeigt werden.

Das Sein bei innerweltlichem Seienden, das Besorgen, ist entdeckend. Zur Erschlossenheit des Daseins aber gehört wesenhaft die Rede. Dasein spricht sich aus; sich-als entdeckendes Sein zu Seiendem.  Und es spricht sich als solches über entdecktes Seiendes aus in der Aussage. (Pero a la aperturidad del Dasein le pertenece esencialmente el discurso. El Dasein se expresa a sí mismo-en cuanto descubridoramente vuelto hacia el ente. Y, en cuanto tal, en el enunciado, el Dasein se expresa a sí mismo acerca del ente descubierto). Die Aussage teilt das Seiende im Wie seiner Entdecktheit mit. Das die Mitteilung vernehmende Dasein bringt sich selbst im Vernehmen in das entdeckende Sein zum besprochenen Seienden (El Dasein que recibe esta comunicación se pone a sí mismo-al percibirla- en el descubridor estar vuelto hacia el ente del que se habla) . Die ausgesprochene Aussage enthält in ihrem Worüber die Entdecktheit des Seienden. Diese ist im Ausgesprochenen verwahrt. Das Ausgesprochene wird gleichsam zu einem innerweltlich Zuhandenen, das aufgenommen und weitergesprochen werden kann. Auf Grund der Verwahrung der Entdecktheit hat das zuhandene Ausgesprochene an ihm selbst einen Bezug zum Seienden, worüber das Ausgesprochene jeweils Aussage ist. (En virtud de la conservación del estar al descubierto, lo expresado, que ahora está a la mano, tiene en sí mismo una relación con el ente acerca del cual es un enunciado) Entdecktheit ist je Entdecktheit von…Auch im Nachsprechen (el hablar repetidor) kommt das nachsprechende Dasein in ein Sein zum besprochenen Seienden selbst. Es ist aber und hält sich für enthoben einem ursprünglichen Nachvollzug des Entdeckens.

Das Dasein braucht sich nicht in “originärer” Erfahrung vor das Seiende selbst zu bringen und bleibt doch entsprechend in einem Sein zu diesem. Entdecktheit wird in weitem Ausmasse nicht durch je eigenes Entdecken, sondern durch Hörensagen des Gesagten zugeeignet. Das Aufgehen im Gesagten gehört zur Seinsart des Man.Das Ausgesprochene als solches übernimmt das Sein zu dem in der Aussage entdeckten Seienden. (Lo expresado, en cuanto tal, se hace cargo del estar vuelto hacia el ente descubierto en el enunciado). Soll dieses aber ausdrücklich hinsichtlich seiner Entdecktheit zugeeignet werden, dann besagt das: die Aussage soll als entdeckende ausgewiesen werden. Die ausgesprochene Aussage aber ist ein Zuhandenes. (El enunciado es un ente a la mano) Das Seiende, zu dem sie als entdeckende Bezug hat, ist innerweltlich Zuhandenes, bzw, Vorhandenes. Der Bezug selbst gibt sich so als vorhandener. Der Bezug aber liegt darin, dass die in der Aussage verwahrte Entdecktheit je Entdecktheit von…. ist. Das Urteil “enthält etwas, was von den Gegenständen gilt” (Kant). (La relación misma se presenta de esta manera como estando-ahí. Pero la relación consiste en que el estar al descubierto que se conserva en el enunciado es siempre un estar al descubierto de… El juicio contiene algo que vale de los objetos -Kant ) Der Bezug erhält aber durch die Umschaltung seiner auf eine Beziehung zwischen Vorhandenen jetzt selbst Vorhandenheitscharakter. Entdecktheit von…wird zur vorhandenen Gemässtheit eines Vorhandenen, der ausgesprochenen Aussage, zu Vorhandenen, dem besprochenen Seienden. (la conformidad que está ahí de un ente que está ahí-el enunciado expresado- con un ente que está ahí-el ente del que se habla)  Und wird die Gemässtheit nur mehr noch als Beziehung zwischen Vorhandenem gesehen, das heisst wird die Seinsart der Beziehungsglieder unterschiedslos als nur Vorhandenes verstanden, dann zeigt sich der Bezug als vorhandenes Übereinstimmen zweier Vorhandener.

Die Entdecktheit des Seienden rückt in der Ausgesprochenheit der Aussage in die Seinsart des innerweltlich Zuhandenen. Sofern sich nun aber in ihr als Entdecktheit von…ein Bezug zu Vorhandenem durchhält, wird die Entdecktheit (Wahrheit) ihrerseits zu einer vorhandenen Beziehung zwischen Vorhandenen (intellectus und res)

Das in der Erschlossenheit des Daseins fundierte existenziale Phänomen der Entdecktheit wird zur vorhandenen, noch Bezugscharakter in sich bergenden Eigenschaft und als diese in eine vorhandene Beziehung auseinandergebrochen.( y que en cuanto tal queda dislocada en una relación entre cosas que están-ahí). Wahrheit als Erschlossenheit und entdeckendes Sein zu entdecktem Seienden ist zur Wahrheit als Übereinstimmung zwischen innerweltlich Vorhandenem geworden. Damit ist die ontische Abkünftigkeit des traditionellen Wahrheitsbegriff aufgezeigt. (La verdad como aperturidad y como estar vuelto descubridor hacia el ente descubierto se ha convertido en verdad entendida como concordancia entre entes que están-ahí dentro del mundo. Con ello queda demostrado el carácter antológicamente derivado del concepto tradicional de verdad.)

Was jedoch in der Ordnung der existenzial-ontologischen Fundierungszusammenhänge das Letzte ist, gilt ontisch-faktisch als das Erste und Nächste. Dieses Faktum aber gründet hinsichtlich seiner Notwendigkeit wiederum in der Seinsart des Daseins selbst. Im besorgenden Aufgehen versteht sich das Dasein aus dem innerweltlich Begegnenden. Die dem Entdecken zugehörige Entdecktheit wird zunächst innerweltlich im Ausgesprochenen vorgefunden. Aber nicht nur die Wahrheit begegnet als Vorhandenes, sondern das Seinsverständnis überhaupt versteht zunächst alles Seiende als Vorhandenes. Die nächste ontologische Besinnung auf die zunächst ontisch begegnende “Wahrheit” versteht den Worte auf Griechisch” (Aussage) als Worte auf Griechisch  (Aussage über…., Entdecktheit von….), interpretiert aber das Phänomen als Vorhandenes auf seine mögliche Vorhandenheit.( La reflexión ontologica inmediata sobre la “verdad” que primero comparece ónticamente comprende a su vez el “Palabra en griego” (enunciado) como un “Palabra en griego” (enunciado sobre…, estar al descubierto de…), pero interpreta este fenómeno como algo que está-ahí y en función de su posible estar-ahí ).  Weil diese aber dem Sinne von Sein überhaupt gleichgesetzt ist, kann die Frage, ob diese Seinsart der Wahrheit und ihre nächst begegnende Struktur ursprünglich sind oder nicht, überhaupt nicht lebendig werden. Das zunächst herrschende und noch heute nicht grundsätzlich und ausdrücklich überwundene Seinsverständnis des Daseins verdeckt selbst das ursprüngliche Phänomen der Wahrheit.

Zugleich darf aber nicht übersehen werden, dass bei den Griechen, die dieses nächste Seinsverständnis zuerst wissenschaftlich ausbildeten und zur Herrschaft brachten, zugleich das ursprüngliche, wenngleich vorontologische Verständnis der Wahrheit lebendig war und sich sogar gegen die in ihrer Ontologie liegende Verdeckung-mindestens bei Aristoteles-behauptete.

Aristoteles hat nie die These verfochten, der ursprüngliche “Ort” der Wahrheit sei das Urteil. Er sagt vielmehr, der Worte auf Griechisch”  ist die Seinsweise des Daseins, die entdeckend oder verdeckend sein kann. Diese doppelte Möglichkeit ist das Auszeichnende am Wahrsein des Worte auf Griechisch”  ; er ist die Verhaltung, die auch verdecken kann. (Dice, más bien-Aristóteles- que el “Palabra en griego” es la forma de ser del Dasein que puede ser tanto descubridora como encubridora. Esta doble posibilidad es lo que hay de característico en el ser-verdadero del “Palabra en griego”; el“Palabra en griego” es el comportamiento que puede también encubrir.) Und weil Aristoteles die genannte These nie behauptete, kam er auch nie in die Lage, den Wahrheitsbegriff vomWorte auf Griechisch” auf das reine Worte auf Griechisch” zu “erweitern”. Die “Wahrheit” der Worte auf Griechisch” und des Sehens der “Ideen”ist das ursprüngliche Entdecken. Und nur weil Worte auf Griechisch primär entdeckt, kann auch der Worte auf Griechisch” alsWorte auf Griechisch” Entdeckungsfunktion haben.

Die These, der genuine Ort der Wahrheit sei das Urteil, beruft sich nicht nur zu Unrecht auf Aristoteles, sie ist auch ihrem Gehalt nach eine Verkennung der Wahrheitsstruktur. Nicht die Aussage ist der primäre “Ort” der Wahrheit, sondern umgekehrt, die Aussage als Aneignungsmodus der Entdecktheit und als Weise des In-der-Welt-seins gründet im Entdecken, bzw, der Erschlossenheit des Daseins. Die ursprünglichste Wahrheit ist der “Ort” der Aussage und die ontologische Bedingung der Möglichkeit dafür, dass Aussagen wahr oder falsch (entdeckend oder verdeckend) sein können. (La tesis según la cual el “lugar” genuino de la verdad es el juicio, no sólo apela injustificadamente a Aristóteles, sino que, por su contenido, significa además un desconocimiento de la estructura de la verdad. El enunciado no sólo no es el “lugar” primario de la verdad, sino que, al revés, en cuanto modo de apropiación del estar al descubierto y en cuanto forma de estar- en- el- mundo, el enunciado se funda en el descubrir mismo o, lo que es igual, en la aperturidad del Dasein. La “verdad” más originaria es el “lugar” del enunciado y la condicion ontológica de posibilidad para que los enunciados puedan ser verdaderos o falsos (descubridores o encubridores)

Wahrheit, im ursprünglichsten Sinne verstanden, gehört zur Grundverfassung des Daseins. Der Titel bedeutet ein Existenzial. Damit ist aber schon die Antwort vorgezeichnet auf die Frage nach der Seinsart von Wahrheit und nach dem Sinne der Notwendigkeit der Voraussetzung, dass “es Wahrheit gibt”

Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit I // Dasein, aperturidad y verdad I

Ich saβ im Bus und wohl wegen der Schlaglöcher auf der Strasse oder der häufigen Kurven oder sogar des Handys eines besonders nervigen Mitreisenden war ich nicht imstande mich darauf zu konzentrieren und den unten befindlichen Abschnitt von “Sein und Zeit” über “Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit” richtig in eben den Maβe zu würdigen und erfassen als er  tatsächlich verdient. Aufgrund seiner Länge werde ich zwei Beiträge anwenden um  ihn abzuschreiben. Ich bediene mich diesmal auschliesslich des deutschen Originals und übertrage ins Spanische nur diejenige Ausdrücke und Worte, die , aus dem einen oder anderen Grund, mir mehr Schwierigkeiten bereiteten ebenso wie wichtige Erklärungen des Übersetzers Jorge Eduardo Rivera

Iba en el autobús y no sé si debido a los baches, las curvas o el móvil de un pasajero particularmente irritante, tuve dificultades en captar en lo que vale este pasaje de “Ser y Tiempo” acerca de Dasein , aperturidad y verdad. Lo transcribo en dos partes porque es largo. Está vez me valgo exclusivamente del original en alemán limitándome a verter al castellano aquellas expresiones o palabras que, por una u otra razón, más se me resistían o aclaraciones importantes del traductor Jorge Eduardo Rivera.

Dasein, Erschlossenheit und Wahrheit

Die Philosophie hat von altersher Wahrheit mit Sein zusammengestellt. Die erste Entdeckung des Seins des Seienden durch Parmenides “identifiziert” das Sein mit dem vernehmenden Verstehen von Sein. Aristoteles betont in seinem Aufriβ (bosquejo) der Entdeckungsgeschichte der Worte auf Griechisch”, die Philosophen vor ihm seien, durch “die Sachen selbst” geführt, zum Weiterfragen gezwungen worden: Worte auf Griechisch. Dieselbe Tatsache kennzeichnet er auch durch die Worte: Worte auf Griechisch, er (Parmenides) war gezwungen, dem zu folgen, was sich an ihm selbst zeigte. An anderer Stelle wird gesagt.Worte auf Griechisch von der “Wahrheit” selbst gezwungen, forschten sie. Aristoteles bezeichnet dieses Forschen als Worte auf Griechisch , “philosophieren” über die Wahrheit, oder auch Worte auf Griechisch aufweisendes Sehenlassen (un hacer-ver mostrativo) mit Rücksicht auf und im Umkreis der Wahrheit.Philosophie selbst wird bestimmt als Worte auf Griechisch , Wissenschaft von der Wahrheit. Zugleich ist sie charakterisiert als eine Worte auf Griechisch, als Wissenschaft, die das Seiende betrachtet, als Seiendes, das heisst hinsichtlich seines Seins. (al ente en cuanto ente, es decir , desde el punto de vista de su ser)

Was bedeutet hier “forschen über die Wahrheit”, “Wissenschaft von der Wahrheit”? Wird in diesem Forschen die Wahrheit zum Thema gemacht im Sinne einer Erkenntnis- oder Urteilstheorie? Offenbar nicht, denn Wahrheit bedeutet dasselbe wie Sache, Sichselbstzeigendes. Was bedeutet dann der Ausdruck Wahrheit, wenn er terminologisch als Seiendes und Sein gebraucht werden kann?

Wenn Wahrheit aber mit Recht in einem ursprünglichen Zusammenhang mit Sein steht, dann rückt das Wahrheitsphänomen in den Umkreis der fundamentalontologischen Problematik. Muss dann aber dieses Phänomen nicht auch schon innerhalb der vorbereitenden Fundamentalanalyse, der Analytik des Daseins, begegnen? In welchem ontisch-ontologischen Zusammenhang steht Wahrheit mit dem Dasein und dessen ontischer Bestimmtheit, die wir Seinsverständnis nennen? Lässt sich aus diesem der Grund aufzeigen, warum Sein notwendig mit Wahrheit und diese mit jenem zusammengeht? (…la razón por la cual el ser va necesariamente junto con la verdad, y ésta con aquél?)

Diesen Fragen ist nicht auszuweichen. Weil Sein in der Tat mit Wahrheit zusammengeht, hat das Wahrheitsphänomen denn auch schon im Thema der früheren Analysen gestanden, wenngleich nicht ausdrücklich unter diesem Titel. Nunmehr gilt es, mit Rücksicht auf die Zuspitzung des Seinsproblems das Wahrheitsproblem ausdrücklich zu umgrenzen und die darin beschlossenen Probleme zu fixieren.

Hierbei soll das früher Auseinandergelegte nicht lediglich zusammengefasst werden. Die Untersuchung nimmt einen neuen Ansatz.

Die Analyse geht vom traditionellen Wahrheitsbegriff aus und versucht dessen ontologische Fundamente freizulegen. Aus diesen Fundamente her wird das ursprüngliche Phänomen der Wahrheit sichtbar. Von ihm aus lässt sich die Abkünftigkeit (el carácter derivado) des traditionellen Wahrheitsbegriff aufzeigen. DieUntersuchung macht deutlich, dass zur Frage nach dem Wesen der Wahrheit notwendig mitgehört die nach der Seinsart der Wahrheit (el
modo de ser de la verdad
). In eins damit geht die Aufklärung des ontologischen Sinnes der Rede, dass “es Wahrheit gibt”, und der Art derNotwendigkeit, mit der wir voraussetzen müssen, dass es Wahrheit gibt ( y el tipo necesidad que nos obliga a suponer que hay verdad)

a) Der traditionelle Wahrheitsbegriff und seine ontologischen Fundamente

Drei Thesen charakterisieren die traditionelle Auffassung des Wesens der Wahrheit und die Meinung über ihre erstmalige Definition: 1.- Der Ort der Wahrheit ist die Aussage (das Urteil). 2.- Das Wesen der Wahrheit liegt in der Übereinstimmung des Urteils mit seinem Gegenstand. 3.- Aristoteles, der Vater der Logik, hat sowohl die Wahrheit dem Urteil als ihrem ursprünglichem Ort zugewiesen, er hat auch die Definition der Wahrheit als Übereinstimmung in Gang gebracht.

Eine Geschichte des Wahrheitsbegriffs, die nur auf dem Boden einer Geschichte der Ontologie dargestellt werden könnte, ist hier nicht beabsichtigt. Einige charakteristische Hinweise auf Bekanntes sollen die analytischen Erörterungen einleiten. Aristoteles sagt Worte auf Griechisch , die Erlebnisse der Seele, die Worte auf Griechisch (Vorstellungen), sind Angleichungen (adecuaciones)* an die Dinge. Diese Aussage, die keineswegs als ausdrückliche Wesensdefinition der Wahrheit vorgelegt ist, wurde mit die Veranlassung für die Ausbildung der späteren Formulierung des Wesens der Wahrheit als adaequatio intellectus et res. Thomas v. Aquin, der für die Definition auf Avicena verweist, der sie seinerseits aus Isaac Israelis “Buch der Definitionen” (10 Jahrhundert) übernommen hat, gebraucht für adaequatio (Angleichung) auch die Termini correspondentia (Entsprechung) und convenientia (Übereinkunft)

* “…adecuaciones de las cosas”: en alemán, Heidegger dice Angleichungen an die Dinge, literalmente: adecuaciones a las cosas. El texto griego habla simplemente de semejanzas de las cosas. En realidad, Heidegger está haciendo una interpretación del texto de Aristóteles en la que lleva este texto a la idea de adecuación, propia de la filosofía medieval, que no se halla, aparentemente, en el texto griego. Es un caso típico de las traducciones heideggerianas. ¿Se trata de una violencia al texto? Pienso que no, sino, por el contrario, de una fidelidad al espíritu del texto más que a la letra. En efecto ¿Qué puede significar una “semejanza de las cosas”? Obviamente no significa que haya en el alma algo que es parecido a las cosas, una semejanza que tendría que ser constatada desde fuera: entiéndase desde fuera de las cosas y desde fuera del alma, desde un punto de vista, por decirlo así, absoluto. Pero de eso no sabemos nada. Lo que sabemos, cuando hablamos de las cosas, es que lo que nosotros pensamos se ajusta (o no se ajusta) a lo que las cosas son, es decir, se adecua (o no) a ellas. Y esto es precisamente lo que Heidegger está diciendo (Nota del traductor Jorge Eduardo Rivera)

Die neukantische Erkenntnistheorie des 19 Jahrhunderts hat diese Wahrheitsdefinition vielfach als Ausdruck eines methodischen zurückgebliebenen naiven Realismus gekennzeichnet und sie für unvereinbar erklärt mit einer Fragestellung, die durch die “kopernikanische” Wendung Kants hindurchgegangen sei. Man übersieht dabei, worauf Brentano schon aufmerksam gemacht hat, dass auch Kant an diesem Wahrheitsbegriff festhält, so sehr, dass er ihn gar nicht erst zur Erörterung stellt: “Die alte und berühmte Frage, womit man die Logiker in die Enge zu treiben vermeinte…, ist diese: Was ist Wahrheit? Die Namenerklärung der Wahrheit, dass sie nämlich die Übereinstimmung der Erkenntnis mit ihrem Gegenstande sei, wird hier geschenkt, und vorausgesetzt (se admite y se da por supuesta aquí)

“Wenn Wahrheit in der Übereinstimmung einer Erkenntnis mit ihrem Gegenstande besteht, so muss dadurch dieser Gegenstand von anderen unterscheiden werden; denn eine Erkenntnis ist falsch, wenn sie mit dem Gegenstande, worauf sie bezogen wird, nicht übereinstimmt, ob sie gleich etwas enthält, was wohl an anderen Gegenständen gelten könnte”. Und in der Einleitung zur transzendentalen Dialektikt sagt Kant. “ Wahrheit oder Schein sind nicht im Gegenstande, sofern er angeschaut wird, sondern im Urteile über denselben, sofern er gedacht wird”

Die Charakteristik der Wahrheit als Übereinstimmung, adaequatio, Worte auf Griechisch, ist zwar sehr allgemein und leer. Sie wird aber doch irgendein Recht haben, wenn sie, unbeschadet der verschiedenartigsten Interpretationen der Erkenntnis, die doch dieses auszeichnende Prädikat trägt (que es el soporte de este importante predicado), sich durchhält. Wir fragen jetzt nach den Fundamenten dieser Beziehung. Was ist in dem Beziehungsganzen-adaequatio intellectus et res- unausdrücklich mitgesetzt? Welchen ontologischen Charakter hat das Mitgesetzte selbst? ( ¿Qué es lo que en este todo relacional-adaequatio et res-queda tácitamente com-puesto? ¿Qué carácter ontológico tiene lo compuesto mismo.

Was meint überhaupt den Terminus Übereinstimmung (concordancia)? Übereinstimmung von etwas mit etwas hat den formalen Charakter der Beziehung von etwas zu etwas. Jede Übereinstimmung und somit auch Wahrheit ist eine Beziehung. Aber nicht jede Beziehung ist Übereinstimmung. Ein Zeichen zeigt auf das Gezeigte. (Un signo apunta a lo señalado). Das Zeigen ist eine Beziehung, aber keine Übereinstimmung von Zeichen und Gezeigtem. Offenbar meint jedoch auch nicht jede Übereinstimmung so etwas wie die in der Wahrheitsdefinition fixierte convenientia. Die Zahl 6 stimmt überein mit 16 – 10. Die Zahlen stimmen überein, , sie sind gleich im Hinblick auf das Wieviel (son iguales en lo que respecta al cuanto). Gleichheit ist eine Weise der Übereinstimmung. Zu dieser gehört strukturmäβig so etwas wie ein “Hinblick auf” (un “respecto a” ). Was ist das, im Hinblick worauf das in der adaequatio Bezogene übereinstimmt?  Bei der Klärung der Wahrheitsbeziehung muss die Eigentümlichkeit der Beziehungsglieder mitbeachtet werden. Im Hinblick worauf stimmen intellectus et res überein? Geben sie ihrer Seinsart und ihrem Wesensgehalt nach überhaupt etwas her, im Hinblick darauf sie übereinstimmen können? Wenn Gleichheit auf Grund der fehlenden Gleichartigkeit beider unmöglich ist, sind beide (intellectus und res) dann vielleicht ähnlich? Aber Erkenntnis soll doch die Sache so geben, wie sie ist. (Ahora bien, el conocimiento debe dar ciertamente la cosa tal como ella es). Die Übereinstimmung hat den Relationscharakter: So – Wie (La concordancia tiene el carácter relacional de un “tal-como”)  In welcher Weise ist diese Beziehung als Beziehung zwischen intellectus und res möglich? Aus diesen Fragen wird deutlich: für die Aufklärung der Wahreheitsstruktur genügt es nicht, diese Beziehungsganze einfach vorauszusetzen, sondern es muss in den Seinszusammenhang (contexto ontológico) zurückgefragt werden, der dieses Ganze als solches trägt.

Bedarf es jedoch hierzu der Aufrollung der erkenntnistheoretischen Problematik hinsichtlich der Subjekt-Objekt Beziehung, oder kann sich die Analyse auf die Interpretation des immanenten Wahrheitsbewusstsein beschränken, also innerhalb der Sphäre des Subjekts bleiben? Wahr ist nach der allgemeinen Meinung die Erkenntnis. Erkenntnis aber ist Urteilen. Am Urteil musst unterscheiden werden: das Urteilen als realer phychischer Vorgang und das Geurteilte (lo juzgado) als idealer Gehalt. Von diesem wird gesagt es sei wahr. Der reale psychische Vorgang dagegen ist vorhanden oder nicht (está presente o no lo está). Der ideale Urteilsgehalt steht demnach in der Übereinstimmungsbeziehung.Diese betrifft sonach einen  Zusammenhang zwischen idealem Urteilsgehalt und dem realen Ding als dem, worüber geurteilt wird. (Por consiguiente, lo que está en la relación de concordancia es el contenido ideal del juicio y, por ende, esta relación afecta a la conexión entre el contenido ideal del juicio  y la cosa real, como aquello acerca de lo cual se juzga.) Ist das Übereinstimmen seiner Seinsart nach real oder ideal oder keines von beiden? Wie soll die Beziehung zwischen ideal Seiendem und real Vorhandenem (la relación entre un ente ideal y algo que realmente está ahí) ontologisch gefasst werden? Sie besteht doch und besteht in faktischen Urteilen nicht nur zwischen Urteilsgehalt und reales Objekt, sondern zugleich zwischen idealem Gehalt und realem Urteilsvollzug ; und hier offenbar noch inniger? (Porque, sin lugar a dudas, debe haberla -la relación entre un ente ideal y algo que está ahí-, y en el juzgar fáctico no sólo debe haberla entre el contenido del juicio y el objeto real, sino también entre el contenido ideal y la ejecución real del juicio; ¿Y no deberá darse aquí-evidentemente- en forma más íntima’) Oder darf nach dem ontologischen Sinn der Beziehung zwischen Realem und Idealem (der Worte auf Griechisch ) nicht gefragt werden? Die Beziehung soll doch bestehen. Was besagt ontologisch Bestand? (“Pero la relación ha de tener una cierta subsistencia. ¿Qué significa ontológicamente subsistencia?”)

* “…una cierta subsistencia”: la expresión alemana bestehen es sumamente difícil de traducir al español, literalmente significa “mantenerse en pie”, “estar firme”, “no desaparecer”. Normalmente traduciríamos estas ideas por la palabra existir. Pero dado que en el contexto de “Ser y Tiempo” existir tiene un sentido muy preciso, no podemos usar aquí esta palabra. Por eso, hemos escogido una solución que, sin ser óptima, sin embargo, se deja escuchar en castellano: “una cierta subsistencia”. Añadimos la palabra “cierta”para dar a entender que no se trata en absoluto de lo dicho por el término filosófico “subsistencia”, el cual tiene, sobre todo en la escolástica, una significación sumamente precisa, que no es en modo alguno idéntica a lo que aquí se dice: justamente la relación no puede tener subsistencia en el sentido filosófico de esta palabra, porque subsistencia significa existir en sí mismo y no en otro, existir substancialmente, cosa que, como es obvio, no le acontece a la relación. Al decir “una cierta subsistencia”, estamos refiriendo la palabra subsistencia a su uso en el idioma corriente, donde significa perdurar, mantenerse en el ser. Justamente algo así es lo que dice el “bestehen” alemán. (Nota del traductor Jorge Eduardo Rivera)

Was soll die Rechtmässigkeit dieser Frage verwehren? (¿Qué podría oponerse a la legitimidad de esta cuestión?).Ist es Zufall, dass diese Problem seit mehr denn zwei Jahrtausenden nicht von der Stelle kommt? Liegt die Verkehrung der Frage schon im Ansatz, in der ontologisch ungeklärten Trennung des Realen und Idealen?Und ist nicht mit Rücksicht auf das wirkliche Urteilen des Geurteilten die Trennung von realem Vollzug und idealem Gehalt überhaupt unberechtigt? Wird die Wirklichkeit des Erkennens und Urteilens nicht in zwei Seinsweisen und Schichten auseinandergebrochen, deren Zusammenstückung die Seinsart des Erkennens nie trifft? (¿No se nos parte la realidad efectiva del conocimiento en dos maneras de ser o estratos cuya recomposición no logra jamás acertar en el modo de ser del conocimiento?). Hat der Psychologismus darin nicht recht, dass er sich gegen diese Trennung sperrt, wenngleich er selbst die Seinsart des Denkens des Gedachten ontologisch weder aufklärt , noch auch nur als Problem kennt? In der Frage nach der Seinsart der adaequatio bringt der Rückgang auf die Scheidung von Urteilsvorzug und Urteilsgehalt die Erörterung nicht vorwärts, sondern macht nur deutlich, dass die Aufklärung der Seinsart des Erkennens selbst unumgänglich wird (se torna ineludible). Die hierzu notwendige Analyse muss versuchen, zugleich das Phänomen der Wahrheit, das die Erkenntnis charakterisiert, in den Blick zu bringen. Wann wird im Erkennen selbst die Wahrheit phänomenal ausdrücklich? Dann, wenn sich das Erkennen als wahres ausweist*. (La verdad se hace fenoménicamente explícita cuando el conocimiento se acredita como verdadero.) Die Selbstauswesiung (la autoacreditación) sichert ihm seine Wahrheit. Im phänomenalen Zusammenhang der Ausweisung (contexto fenoménico de la evidenciación) muss demnach die Übereinstimmung sichtbar werden.

*“…se acredita como verdadero”: en alemán, sich…als wahres ausweist. Ya hemos dicho anteriormente que la palabra “ausweisen” debe traducirse habitualmente por “justificar”. Sin embargo, en ciertos contextos es preferible traducirla por “acreditar” y, en muchos casos-como ocurrirá poco más adelante en este mismo texto- por “evidenciar”. La evidencia es un caso de justificación y, cuando el contexto, por su carácter absolutamente concreto, así lo exige, debe traducirse la “Ausweisung” por evidencia (o evidenciación) y “auswesien” por evidenciar. (Nota del traductor Jorge Eduardo Rivera)

Es vollziehe Jemand mit dem Rücken gegen die Wand gekehrt die wahre Aussage: “Das Bild an der Wand hängt schief.” Diese Aussage weist sich dadurch aus, dass der Aussagende (el que lo enuncia) sich umwendend (se vuelve hacia la pared) das schiefhängende Bild an der Wand wahrnimmt. Was wird in dieser Ausweisung ausgewiesen? Welches ist der Sinn der Bewährung (confirmación) der Aussage? Wird etwa eine Übereinstimmung der Erkenntnis bzw. des Erkannten mit dem Ding an der Wand festgestellt? Ja und nein, je nachdem phänomenal angemessen interpretiert wird, was der Ausdruck “das Erkannte” besagt. Worauf ist der Aussagende, wenn er- das Bild nicht wahrnehmend, sondern nur vorstellend-urteilt, bezogen? Etwa auf Vorstellungen? Gewiss nicht, wenn Vorstellung hier bedeuten soll: Vorstellen als psychischer Vorgang. Er ist auch nicht auf Vorstellungen bezogen im Sinn des Vorgestellten, sofern damit gemeint wird ein Bild von dem realen Ding an der Wand. Vielmehr ist das nur vorstellende Aussage seinem eigensten Sinne nach bezogen auf das reale Bild an der Wand. Dieses ist gemeint und nichts anderes. Jede Interpretation, die hier anderes einschiebt, das im nur vorstellenden Aussagen soll gemeint sein, verfälscht den phänomenal Tatbestand dessen, worüber ausgesagt wird. Das Aussagen ist ein Sein zum seienden Ding selbst. ( El enunciar es un estar vuelto hacia la misma cosa que es). Und was wird durch die Wahrnehmung ausgewiesen? Nichts anderes als dass es das Seiende selbst ist, das in der Aussage gemeint war. Zur Bewährung kommt, dass das aussagende Sein zum Ausgesagten ein Aufzeigen des Seienden ist, dass es das Seiende, zu dem es ist, entdeckt Ausgewiesen wird das Entdeckend-sein der Aussage (Se evidencia el carácter descubridor del enunciado). Dabei bleibt das Erkennen im Ausweisungsvollzug einzig auf das Seiende selbst bezogen. An diesem selbst spielt sich gleichsam die Bewährung ab. Das gemeinte Seiende selbst zeigt sich so, wie es an ihm selbst ist, das heisst, dass es in Selbigkeit so ist, als wie seiend es in der Aussage aufgezeigt, entdeckt wird (…es decir que él es en mismidad tal y como el enunciado lo muestra y descubre). Es werden nicht Vorstellungen verglichen, weder unter sich, noch in Beziehung auf das reale Ding. Zur Ausweisung steht nicht eine Übereinstimmung von Erkennen und Gegenstand oder gar von Psychischem und Physischem, aber auch nicht eine solche zwischen Bewusstseinsinhalten unter sich. Zur Ausweisung steht einzig das Entdeckt-sein des Seienden selbst, es im Wie seiner Entdecktheit (Lo que necesita ser evidenciado es únicamente el estar-descubierto del ente mismo, de él en el cómo de su estar al descubierto). Diese bewährt (Este estar al descubierto se comprueba) sich darin, dass sich das Ausgesagte, das ist das Seiende selbst, als dasselbe zeigt (el ente mismo se muestra como el mismo). Bewährung (Comprobación) bedeutet: sich zeigenden des Seienden in Selbigkeit (mostrarse del ente en mismidad). Die Bewährung vollzieht sich auf dem Grunde eines Sichzeigens des Seienden. Das ist nur so möglich, dass das aussagende und sich bewährende Erkennen seinem ontologischen Sinne nach ein entdeckendes Sein zum realen Seienden selbst ist. (un estar vuelto descubridor hacia el ente real mismo)

Die Aussage ist wahr, bedeutet: sie entdeckt das Seiende an ihm selbst. Sie sagt aus, sie zeigt auf, sie “lässt” sehen (Worte auf Griechisch) das Seiende in seiner Entdecktheit. Wahrsein (Wahrheit) der Aussage muss verstanden werden als entdeckend-sein. Wahrheit hat also gar nicht die Struktur einer Übereinstimmung zwischen Erkennen und Gegenstand im Sinne einer Angleichung eine Seienden (Subjekt) an ein anderes (Objekt).

Das Wahrsein als Entdeckend-sein ist wiederum ontologisch nur möglich auf dem Grunde des In-der-Welt-seins. Diese Phänomen, in dem wir eine Grundverfassung des Daseins erkannten, ist das Fundament des ursprünglichen Phänomens der Wahrheit. Dieses soll jetzt eindringlicher verfolgt werden.

 

Angst und Furcht III // Angustia y miedo III

Con este tercer post termino mi transcripición del capítulo: “La disposición afectiva fundamental de la angustia como modo eminente de la aperturidad del Dasein” del libro “Ser y Tiempo”

La idea de la angustia como un modo fundamental de la disposición afectiva del Dasein capaz de abrir de una forma priviliegiada el estar-en-el-mundo y que vendría a situarse a la base de la confianza con la que se nos ve ir de acá para allá en nuestra vida diaria, me resulta de particular interés porque parece un intento der sacar a la angustia de su reducto fisiológico y positivizarla en la forma de una potente herramienta interpretativa.

Mit diesem dritten Beitrag bin ich mit der Abschrift des Abschnitts “Die Grundbefindlichkeit der Angst als eine ausgezeichnete Erschlossenheit des Daseins” von Heiddegers Buch “Sein und Zeit” fertig.

Die Idee von der Angst als eine Grundweise der Befindlichkeit des Daseins, die das In-der-Welt-sein in einer ausgezeichneten Weise erschliesst und  der Vertrautheit, mit der wir mit unseren alltäglichen Problemen umgehen, zugrundeliegt, hat mein Interesse stark erregt, denn ich sehe hier gleichsam einen Versuch, die Angst aus ihrer physiologischen Beschränkung zu befreien und sie irgendwie in einen gewaltigen auslegenden Werkzeug zu positivieren.

Ahora resulta fenoménicamente visible ante qué huye la caída en tanto que huida. No huye ante un ente intramundano, sino precisamente hacia él, en cuanto ente en que la ocupación, perdida en el uno, puede estar en tranquila familiaridad. La huida cadente hacia el estar-en-casa de la publicidad es una huida ante el no-estar-en-casa, es decir, ante la desazón que se encuentra en el Dasein en cuanto estar-en-el-mundo arrojado y entregado a sí mismo en su ser. Esta desazón persigue constantemente al Dasein y amenaza, aunque no en forma explícita, su cotidiano estar perdido en el uno. Esta amenaza puede muy bien ir fácticamente unida a una plena seguridad y a una carencia de necesidades de la ocupación cotidiana. La angustia puede surgir en las situaciones más anodinas. No necesita siquiera de la oscuridad, de esa oscuridad en la que uno, de ordinario, más fácilmente se desazona. En una forma especial, en la oscuridad no hay “nada” que ver, si bien el mundo sigue, justamente, estando “presente”, e incluso con mayor insistencia.

Cuando interpretamos ontológico-existencialmente la desazón del Dasein como aquella amenaza que lo afecta viniendo desde él mismo, con ello no se afirma que siempre la desazón sea comprendida en este sentido en la angustia fáctica. La manera cotidiana como el Dasein comprende la desazón es el cadente darse la espalda, que “atenúa” el no-estar-en-casa. Pero la cotidianidad de este huir muestra fenoménicamente que la angustia pertenece, como disposición afectiva fundamental, a la constitución esencial del Dasein que es el estar-en-el-mundo, constitución que, en cuanto existencial, jamás consiste en un estar-ahí, sino que, también ella misma, es en uno de los modos del Dasein fáctico, es decir , en la disposición afectiva. El tranquilo y familiar estar-en-el-mundo es un modo de la desazón del Dasein, y no al revés. El no-estar-en-casa debe ser concebido ontológico-existencialmente como el fenómeno más originario.

Y sólo porque la angustia determina desde siempre en forma latente el estar-en-el-mundo, puede éste tener miedo, en cuanto es un estar en medio del “mundo” ocupándose de él en una disposición afectiva. Miedo es angustia caída en el “mundo”, angustia impropia y oculta en cuanto tal para sí misma.

Fácticamente, la mayor parte de las veces el estado de ánimo de la desazón queda también existentivamente incomprendido. Dado el predominio de la caída y de lo público, la “verdadera” angustia es, además, infrecuente. A menudo la angustia está “fisiológicamente” condicionada. Este factum es, en su facticidad misma, un problema ontológico; no sólo es un problema la averiguación óntica de su causa y de la forma de su decurso. El desencadenamiento fisiológico de la angustia sólo es posible porque el Dasein se angustia en el fondo de su ser.

Aún menos frecuentes que el hecho existentivo de la verdadera angustia son los intentos de interpretar este fenómeno en su fundamental constitución y función ontológico-existencial. Las razones para ello radican, en parte, en la omisión de una analítica existencial del Dasein en cuanto tal y, particularmente, en el desconocimiento del fenómeno de la disposición afectiva.*

*No es un azar que los fenómenos de la angustia y el miedo, habitualmente confundidos entre sí, hayan entrado en el horizonte de la teología cristiana, tanto óntica como ontológicamente, aunque esto último dentro de muy estrechos límites. Ello ocurrió cada vez que el problema antropológico del ser del hombre con respecto a Dios cobró primacía y que la problemática se orientó por fenómenos tales como la fe, el pecado, el amor, el arrepentimiento. Véase la doctrina de Agustín acerca del timor castus y servilis, de la que se trata frecuentemente en sus escritos exegéticos y en sus cartas.

Lutero, además de tratar el problema del temor dentro del contexto tradicional de una interpretación de la poenitentia y contritio, lo hace en su comentario al Génesis; y aquí ciertamente , de un modo muy poco conceptual, pero, desde el punto de vista de la edificación, máximamente eficaz.

S. Kierkegaard es quien más hondamente ha penetrado en el análisis del fenómeno de la angustia, y, ciertamente, una vez más, dentro del contexto teológico de una exposición “psicológica” del problema del pecado original.

La infrecuencia fáctica del fenómeno de la angustia no puede, sin embargo, despojarlo de su aptitud para asumir una función metodológica fundamental en la analítica existencial. Por el contrario, la infrecuencia del fenómeno es un índice de que el Dasein, pese a quedar habitualmente oculto a sí mismo en su carácter propio, en virtud del estado interpretativo público del uno, puede, sin embargo, ser abierto en forma originaria en esta disposición afectiva fundamental.

Ciertamente es esencial a toda disposición afectiva abrir siempre el estar-en-el-mundo en su totalidad, según todos sus momentos constitutivos (mundo, estar-en, sí-mismo). Pero sólo en la angustia se da la posibilidad de una apertura privilegiada, porque ella aísla. Este aislamiento recobra al Dasein sacándolo de su caída, y le revela la propiedad e impropiedad como posibilidades de su ser. Estas posibilidades fundamentales del Dasein, Dasein que es cada vez el mío, se muestran en la angustia tales como son en sí mismas, no desfiguradas por el ente intramundano al que el Dasein inmediata y regularmente se aferra.

¿En qué medida esta interpretación existencial de la angustia ha alcanzado una base fenoménica para responder a la pregunta rectora por el ser de la totalidad del todo estructural del Dasein?

Nunmehr wird phänomenal sichtbar, wovor das Verfallen als Flucht flieht. Nicht vor innerweltlichem Seienden, sondern gerade zu diesem als dem Seienden, dabei das Besorgen, verloren in das Man, in beruhigter Vertrautheit sich aufhalten kann. Die verfallende Flucht in das Zuhause der Öffentlichkeit ist Flucht vor dem Unzuhause, das heisst der Unheimlichkeit, die im Dasein als geworfenen, ihm selbst in seinem Sein überantworteten In-der-Welt-sein liegt. Diese Unheimlichkeit setzt dem Dasein ständig nach und bedroht,wenngleich unsausdrücklich, seine alltägliche Verlorenheit in das Man. Diese Bedrohung kann faktisch zusammengehen mit einer völligen Sicherheit und Unbedürftigkeit des alltäglichen Besorgens. Die Angst kann in den harmlosesten Situationen aufsteigen. Es bedarf auch nicht der Dunkelheit, in der es einem gemeinhin leichter unheimlich wird. Im Dunkeln ist in einer betonten Weise “nichts” zu sehen, obzwar gerade die Welt noch und aufdringlicher “da” ist.

Wenn wir existentzial-ontologisch die Unheimlichkeit des Daseins als die Bedrohung interpretieren, die das Dasein selbst von ihm selbst her trifft, dann wird damit nicht behauptet, die Unheimlichkeit sei in der faktischen Angst auch immer schon in diesem Sinne verstanden. Die alltägliche Art, in der das Dasein die Unheimlichkeit versteht, ist die verfallende, das Un-zuhause “abblendende” Abkehr. Die Alltäglichkeit dieses Fliehens zeigt jedoch phänomenal: zur wesenhaften Daseinsverfassung des In-der-Welt-seins, die als existenziale nie vorhanden, sondern selbst immer in einem Modus des faktischen Daseins, das heisst einer Befindlichkeit ist, gehört die Angst als Grundbefindlichkeit.Das beruhigt-vertraute In-der-Welt-sein ist ein Modus der Unheimlichkeit des Daseins, nicht umgekehrt. Das Un- zuhause muss existenzial-ontologisch als das ursprünglichere Phänomen begriffen werden.

Und nur weil de Angst latent das In-der-Welt-sein immer schon bestimmt, kann dieses als besorgend befindliches Sein bei der “Welt” sich fürchten. Furcht ist an die “Welt” verfallene, uneigentliche und ihr selbst als solche verborgene Angst.

Faktisch bleibt denn auch die Stimmung der Unheimlichkeit meist existenziell unverstanden. “Eigentliche” Angst ist überdies bei der Vorherrschaft des Verfallens und der Öffentlichkeit selten. Oft ist die Angst “physiologisch” bedingt. Dieses Faktum ist in seiner Faktizität ein ontologisches Problem, nicht nur hinsichtlich seiner ontischen Verursachung und Verlaufsform. Physiologische Auslösung von Angst wird nur möglich, weil das Dasein im Gründe seines Seins sich ängstet.

Noch seltener als das existenzielle Faktum der eigentlichen Angst sind die Versuche, dieses Phänomen in seiner grundsätzlichen existenzial-ontologischen Konstitution und Funktion zu interpretieren. Die Gründe hierfür liegen zum Teil in der Vernachlässigung der existenzialen Analytik des Daseins überhaupt, im besonderen aber im Verkennen des Phänomens der Befindlichkeit.

Es ist kein Zufall, dass die Phänomene von Angst und Furcht, die durchgängig ungeschieden bleiben, ontisch und auch, obzwar in sehr engen Grenzen, ontologisch in den Gesichtskreis der christlichen Theologie kamen. Das geschah immer dann, wenn das anthropologische Problem des Seins des Menschen zu Gott einen Vorrang gewann und Phänomene wie Glaube, Sünde, Liebe, Reue die Fragesstellung leiteten. Vgl. Augustins Lehre vom timor castus und servilis, die in seinen exegetischen Schriften und in den Briefen vielfach gesprochen wird.

Luther hat das Furchtproblem ausser in dem überlieferten Zusammenhang einer Interpretation von poenitentia und contritio in seinem Genesiskommentar behandelt, hier freilich am wenigstens begrifflich, erbaulich aber um so eindringlicher.

Am weitesten ist S. Kierkegaard vorgedrungen in der Analyse des Angstphänomens und zwar wiederum im theologischen Zusammenhang einer “psychologischen” Exposition des Problems der Erbsünde.

Die faktische Seltenheit des Angstphänomens vermag ihm jedoch nicht die Eignung zu entziehen, für die existenziale Analytik eine grundsätzliche methodische Funktion zu übernehmen. Im Gegenteil- die Seltenheit des Phänomens ist ein Index dafür, dass das Dasein, das ihm selbst zumeist durch die offentliche Ausgelegtheit des Man in seiner Eigentlichkeit verdeckt bleibt, in dieser Grundbefindlichkeit in einem ursprünglichen Sinne erschliessbar wird.

Zwar gehört zum Wesen jeder Befindlichkeit, je das volle In-der- Welt- sein nach allen seinen konstitutiven Momenten (Welt, In-Sein, Selbst) zu erschliessen. Allein in der Angst liegt die Möglichkeit eines ausgezeichneten Erschliessens, weil sie vereinzelt. Diese Vereinzelung holt das Dasein aus seinem Verfallen zurück und macht ihm Eigentlichkeit und Uneigentlichkeit als Möglichkeiten seines Seins offenbar. Diese Grundmöglichkeiten des Daseins, das je meines ist, zeigen sich in der Angst wie an ihnen selbst, unverstellt durch innerweltliches Seiendes, daran sich das Dasein zunächst und zumeist klammert.

Inwiefern ist mit dieser existenzialen Interpretation der Angst ein phänomenaler Boden gewonnen für die Beantwortung der leitenden Frage nach dem Sein der Ganzheit des Strukturganzen des Daseins?

Angst und Furcht II // Angustia y miedo II

En el ante-qué de la angustia se revela el “no es nada, no está en ninguna parte”. La rebeldía del intramundo “nada y en ninguna parte”  viene a significar fenoménicamente que el ante– qué de la angustia es el mundo en cuanto tal. La completa falta de significatividad que se manifiesta en el “nada y en ninguna parte” no significa una ausencia de mundo, sino que, por el contrario, quiere decir que el ente intramundano es en sí mismo tan enteramente insignificante que, en virtud de esta falta de significatividad de lo intramundano, sólo sigue imponiéndose todavía el mundo en su mundaneidad.

Lo que oprime no esto o aquello, pero tampoco todo lo que está-ahí en su conjunto, a la manera de una suma, sino la posibilidad de lo a la mano en general, es decir, el mundo mismo. Una vez que la angustia se ha calmado, el hablar cotidiano suele decir: en realidad no era nada”. En efecto , este modo de hablar acierta ónticamente en lo que era. El decir cotidiano atañe a un ocuparse y a un hablar de lo a la mano. Aquello de lo que la angustia se angustia no es nada de lo a la mano dentro del mundo. Pero esta nada de lo a la mano*, que es lo único que el decir cotidiano de la circunspección** entiende, no es una nada total. La nada del estar a la mano se funda en el más originario “algo”: en el mundo.

* “…estar a la mano”: en alemán corriente existe la palabra zuhanden, que es un adjetivo, y que significa que la cosa se “encuentra a mano”, que es “disponible”, Heidegger crea el neologismo Zuhandenheit para expresar el modo de ser de aquello con lo cual nos las habemos en el uso cotidiano, un modo de ser que se caracteriza particularmente por no llamar la atención y por no mostrarse como enfrentado a nuestro propio ser. Lo Zuhandenes es lo que “traemos entre manos”, casi sin advertirlo y sin ninguna objetivación.

**“…circunspección: en alemán Umsicht (destacado en el texto original). Este término lleva dos connotaciones: primero que se trata de una mirada alrededor, de una mirada abarcante; y segundo, que esta mirada implica un cierto cuidado o precaución, que acompaña al trato con las cosas.Ambas connotaciones se hallan igualmente en la palabra española circunspección.

Sin embargo, por esencia éste pertenece ontológicamente al ser del Dasein en cuanto estar-en-el-mundo. Si, por consiguiente, la nada, es decir, el mundo en cuanto tal, se ha mostrado como el ante-qué de la angustia, esto significa que aquello ante lo cual la angustia se angustia es el estar-en-el-mundo*** mismo.

***“… estar-en-el-mundo”: habitualmente se traduce el In-der- Welt-sein por “ser-en-el-mundo”. Así, por ejemplo, en la traducción de Gaos. He preferido, sin embargo, traducir esa expresión por “estar-en-el-mundo”, porque el verbo estar expresa en castellano mucho mejor que el verbo ser el acto mismo de ser: en este sentido estar es la forma fuerte de ser. Todas las estructuras que Heidegger señala en su analítica del Dasein son estructuras del ser del Dasein,de la existencia, y nunca estructuras, por decirlo así, quiditativas (de una essentia). Si traducimos “ser-en-el-mundo”, subrayamos más el aspecto esencial de la estructura: en cambio, si traducimos “estar-en-el-mundo” subrayamos mejor el aspecto existencial de la estructura. Obviamente-y esto queda claro en el contexto- estar-en-el-mundo no significa estar colocado dentro el espacio universal, sino, más bien, estar-siendo-en-el-mundo, es decir habitar el mundo

El angustiarse abre originaria y directamente el mundo en cuanto mundo. No se trata de que primero se prescinda reflexivamente del ente intramundano y se piense tan sólo el mundo, ante el cual surgiría entonces la angustia, sino que, por el contrario, la angustia como modo de la disposición afectiva abre inicialmente el mundo en cuanto mundo. Sin embargo, esto no significa que en la angustia quede conceptualizada la mundaneidad del mundo.

La angustia no es solamente angustia ante… sino que, como disposición afectiva, es al mismo tiempo angustia por…Aquello por lo que la angustia se angustia no es un determinado modo de ser ni una posibilidad del Dasein. En efecto, la amenaza misma es indeterminada y, por consiguiente, no puede penetrar amenazadoramente hacia este o aquel poder-ser concreto fáctico. Aquello por lo que la angustia se angustia es el estar-en-el-mundo mismo. En la angustia se hunde lo circunmundanamente a la mano y, en general, el ente intramundano. El “mundo” ya no puede ofrecer nada, ni tampoco la coexistencia de los otros. De esta manera, la angustia le quita al Dasein la posibilidad de comprenderse a sí mismo en forma cadente a partir del “mundo” y a partir del estado interpretativo público. Arroja al Dasein de vuelta hacia aquello por lo que él se angustia, hacia su propio poder-estar-en-el mundo. La angustia aísla al Dasein en su más propio estar-en-el-mundo, que, en cuanto compresor, se proyecta esencialmente en posibilidades. Con el “por” del angustiarse la angustia abre, pues, al Dasein como ser posible, vale decir, como aquello que él puede ser únicamente desde sí mismo y en cuanto aislado en el aislamiento.

La angustia revela en el Dasein el estar vuelto hacia el más propio poder-ser, es decir, revela su ser libre para la libertad de escogerse y tomarse a sí mismo entre manos.La angustia lleva al Dasein ante su ser libre para…(propensio in…) la propiedad de su ser en cuanto la posibilidad que él es desde siempre. Pero este ser es, al mismo tiempo, aquel ser al que el Dasein está entregado en cuanto estar-en-el-mundo.

Aquello por lo que la angustia se angustia se revela como aquello ante lo que ella se angustia: el estar-en-el-mundo. La identidad del ante-qué y del por-qué de la angustia se extiende incluso al angustiarse mismo, porque éste, en cuanto disposición afectiva, es un modo fundamental del estar-en-el-mundo. La identidad existencial del abrir y lo abierto, de tal manera que en este último queda abierto el mundo como mundo y el estar-en en tanto que poder-ser aislado, puro y arrojado, deja en claro que con el fenómeno de la angustia se ha hecho tema de interpretación una disposición afectiva eminente. Así la angustia aísla y abre al Dasein como un solus ipse. Pero este “solipsismo” existencial, lejos de instalar a una cosa-sujeto aislada en el inocuo vacío de un estar-ahí carente de mundo, lleva precisamente al Dasein, en un sentido extremo, ante su mundo como mundo, y, consiguientemente, ante sí mismo como estar-en-el-mundo.

Una vez más, la interpretación y el decir cotidiano del Dasein nos ofrecen la prueba más imparcial de que la angustia , en cuanto disposición afectiva fundamental, tiene esta manera de abrir. Anteriormente se ha dicho que la disposición afectiva manifiesta el modo “como uno está”. En la angustia uno se siente desazonado****.

 **** “…uno se siente desazonado”: en alemán, “ist einem unheimlich” (unheimlich está destacado en el texto alemán), literalmente, unheimlich significa terrible, pero etimológicamente esta palabra quiere decir “que no tiene hogar”. Entonces lo terrible de la angustia es que está como fuera de todo lugar, no tiene morada, no tiene dónde estar. Esta idea se podría expresar en castellano con la palabra inhóspito, como loase Gaos. Pero “inhóspito” significa aquello que no ofrece hospedaje, y se refiere no al estar de nosotros fuera de lugar o fuera del hogar, sino al carácter que tiene un lugar que no es acogedor. Es una idea totalmente distinta de la que expresa la palabra alemana unheimlich. En cambio, aunque la palabra española “desazón” apunte en otra dirección, su uso lingüístico expresa justamente la terribilidad producida por un estar fuera de tiempo, fuera de sazón.

Con ello se expresa, en primer lugar, la peculiar indeterminación del “nada y en ninguna parte” en que el Dasein se encuentra cuando se angustia. Pero la desazón (Unheimlichkeit) mienta aquí también el no-estar-en-casa (Nicht-zuhause-sein). En la primera indicación fenoménica de la constitución fundamental del Dasein, al aclarar el sentido existencial del estar-en a diferencia de la significación categorial del “estar dentro”, el estar-en fue como un habitar-en…, estar familiarizado con… Este carácter del estar-en se hizo luego más concretamente visible por medio de la publicidad cotidiana del uno, que introduce en la cotidianidad media del Dasein la tranquilizada seguridad de sí mismo, el claro y evidente “estar como en casa” (“Zuhause-sein”). En cambio, la angustia trae al Dasein de vuelta de su cadente absorberse en el “mundo”. La familiaridad cotidiana se derrumba. El Dasein queda aislado, pero aislado en cuanto estar-en-el-mundo. El estar-en cobra el “modo” existencial del no-estar-en-casa (Un-zuhause). Es lo que se quiere decir al hablar de “desazón” (Unheimlichkeit)

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Im Wovor der Angst wird das “Nichts ist es und nirgends” offenbar. Die Aufsässigkeit des innerweltlichen Nichts und Nirgends besagt phänomenal: das Wovor der Angst ist die Welt als solche. Die völlige Unbedeutsamkeit, die sich im Nichts und Nirgends bekundet, bedeutet nicht Weltabwesenheit, sondern besagt, dass das innerweltlich Seiende an ihm selbst so völlig belanglos ist, dass auf dem Grunde dieser Unbedeutsamkeit des Innerweltlichen die Welt in ihrer Weltlichkeit sich einzig noch aufdrängt.

Was beengt, ist nicht dies oder jenes, aber auch nicht alles Vorhandene zusammen als Summe, sondern die Möglichkeit von Zuhandenem überhaupt, das heisst die Welt selbst. Wenn die Angst sich gelegt hat, dann pflegt die alltägliche Rede zu sagen: “ es war eigentlich nichts”. Diese Rede trifft in der Tat ontisch das, was es war. Die alltägliche Rede geht auf ein Besorgen und Bereden des Zuhandenen.Wovor die Angst sich ängstet, ist nichts von dem innerweltlichen Zuhandenen. Allein dieses Nichts von Zuhandenen, das die alltägliche umsichtige Rede einzig versteht, ist kein totales Nichts. Das Nichts von Zuhandenheit*

* Das Wort “zuhanden” existiert im Alltagsdeutsch.. Es ist ein Adjektiv, das das was zur Hand ist, d.h. , die Verfügbarkeit einer Sache, bezeichnet. Heidegger erfindet den Neologismus “Zuhandenheit” um die Seinsweise von dem, womit wir im alltäglichen Leben umgehen, auszudrücken. Eine Seinsweise, die insbesondere durch Unauffälligkeit und Anpassung an unser eigentliches Sein charakterisiert ist. Das “Zuhandene” ist das womit wir uns beschaffen, ohne fast es zu merken und ohne Objektivierung.

** “…Umsicht”: auf Spanisch “circunspección”. Dieses Word “Umsicht” besagt ein Doppeltes: einerseits, handelt es sich um eine rundherum umfassende Sicht; andererseits bezieht diese Sicht eine gewisse  Sorge oder Vorsicht beim Umgang mit den Dingen mit ein. Beide Bedeutungen sind im  spanischen Wort “circunspección”  zu finden.

gründet im “ursprünglichsten” Etwas, in der Welt. Diese jedoch gehört ontologisch wesenhaft zum Sein des Daseins als In-der-Welt-sein*. Wenn sich demnach als das Wovor der Angst das Nichts, das heisst die Welt als solche herausstellt, dann besagt das: wovor die Angst sich ängstet, ist das In-der-Welt-sein*** selbst.

 ***“Üblicherweise ist “In-der-Welt-sein” in Spanisch als “ser-en-el-mundo” übersetzt. Beispielsweise in der Übersetzung von Gaos. Angemessener ist mir aber vorgekommen, diesen Ausdruck als “estar-en-el-mundo” zu übersetzen. Das Verb “estar” drückt nämlich viel besser als das Verb “ser”die handelnde Seite des Verbs “Sein” aus Spanisch: diesbezüglich könnte man sagen, dass “Estar” die starke Form von “Sein” darstellt. Alle sich in Heideggers Analytik des Daseins befindlichen Strukturen besagen immer die Struckturen des Daseins, der Existenz und niemals die eines Wesens. Wenn “In-der-Welt-sein” als “ser-en-el-mundo” übersetzt ist, legt man Nachdruck auf das Wesen; wenn derselbe Ausdruck hingegen als “estar-en-el-mundo”übersetzt ist, hebt man die existenziale Seite des Strukturs hervor. “In-der-Welt-sein” bedeutet überhaupt nicht ein  innerhalb des Universalraumes platztiertes Wesen sondern ein in-der-Welt-seiendes Dasein, d.h. ein Dasein, das die Welt bewohnt.

Das Sichängsten erschliesst ursprünglich und direkt die Welt als Welt. Nicht wird etwa zunächst durch Überlegung von innerweltlich Seiendem abgesehen und nur noch die Welt gedacht, vor der dann die Angst entsteht, sondern die Angst erschliesst als Modus der Befindlichkeit allererst die Welt als Welt. Das bedeutet jedoch nicht, dass in der Angst die Weltlichkeit der Welt begriffen wird.

Die Angst ist nicht nur Angst vor…, sondern als Befindlichkeit zugleich Angst um…Worum die Angst sich abängstet, ist nicht eine bestimmte Seinsart und Möglichkeit des Daseins. Die Bedrohung ist ja selbst unbestimmt und vermag daher nicht auf dieses oder jenes faktisch konkrete Seinkönnen bedrohend einzudringen. Worum sich die Angst ängstet, ist das In-der-Welt-sein selbst. In der Angst versinkt das umweltlich Zuhandene, überhaupt das innerweltlich Seiende. Die “Welt” vermag nichts mehr zu bieten, ebensowenig das Mitdasein Anderer. Die Angst benimmt so dem Dasein die Möglichkeit verfallend sich aus der “Welt” und der öffentlichen Ausgelegtheit zu verstehen. Sie wirft das Dasein auf das zurück, worum es sich ängstet, sein eigentliches In-der-Welt-sein-können. Die Angst vereinzelt das Dasein auf sein eigenstes In-der-Welt-sein, das als verstehendes wesenhaft auf Möglichkeiten sich entwirft. Mit dem Worum des Sichängstens erschliesst daher die Angst das Dasein als Möglichsein und zwar als das, das es einzig von ihm selbst her als vereinzeltes in der Vereinzelung sein kann.

Die Angst offenbart im Dasein das Sein zum eigensten Seinkönnen, das heisst, das Freisein für die Freiheit des Sich-selbst-wählens und-ergreifens. Die Angst bringt das Dasein vor sein Freisein für…(propensio in…) die Eigentlichkeit seines Seins als Möglichkeit, die es immer schon ist. Dieses Sein aber ist es zugleich, dem das Dasein als In-der-Welt-sein überantwortet ist.

Das, worum die Angst sich ängstet, enthüllt sich als das, wovor sie sich ängstet: das In-der-Welt-sein. Die Selbigkeit des Wovor der Angst und ihres Worum erstreckt sich sogar auf das Sichängsten selbst. Denn dieses ist als Befindlichkeit eine Grundart des In-der-Welt-seins. Die existenziale Selbigkeit des Erschliessens mit dem Erschlossenen, so zwar, dass in diesem die Welt als Welt, das In-Sein als vereinzeltes, reines, geworfenes Seinkönnen erschlossen ist, macht deutlich, dass mit dem Phänomen der Angst eine ausgezeichnete Befindlichkeit Thema der Interpretation geworden ist. Die Angst vereinzelt und erschliesst so das Dasein als “solus ipse”. Dieser existenziale “Solipsismus” versetzt aber so wenig ein isoliertes Subjektding in die harmlose Leere eines wertlosen Vorkommens, dass er das Dasein gerade in einem extremen Sinne vor seine Welt als Welt und damit es selbst vor sich selbst als In-der-Welt-sein bringt.

Dass die Angst als Grundbefindlichkeit in solcher Weise erschliesst, dafür ist wieder die alltägliche Daseinsauslegung und Rede der unvoreingenommenste Beleg. Befindlichkeit, so wurde früher gesagt, macht offenbar, “wie einem ist”. In der Angst ist einem “unheimlich”****.

****“…ist einem unheimlich” (in dem deutschen Text wurde das Wort “unheinlich” hervorhebt). Wörtlich bedeutet “Unheimlich”, furchtbar, schrecklich, etymologisch aber heisst es: “das  was kein Heim hat”. Das Schreckliche der Angst ist es dann, dass es keinen Platz für sie gibt , dass sie gleichsam Obdachlos ist und keinen Ort hat. In Spanisch könnte man diese Idee mit dem Wort “inhóspito” zum Ausdruck bringen, wie Gaos (der Verfasser einer bislang als Standard geltenden spanischen Übersetzung von “Sein und Zeit”) macht,. “Inhóspito” aber heisst: “das was keine Unterkunft bietet und bezieht sich nicht auf die Tatsache, dass es für uns keinen Ort, den wir Heim nennen könnten, gibt, sondern auf die Ungastlichkeit eines Ortes. Diese Bedeutung entspricht nicht der des deutschen Wortes “unheimlich”. Das spanische Wort “desazón” hingegen, wenn es auch anderes andeuten kann, drückt sprachlich gerade jene Schrecklichkeit aus, die vorkommt wenn man seiner Zeit bzw. seinem Zeitpunkt nicht gerecht wird.

Darin kommt zunächst die eigentümliche Unbestimmtheit dessen, wobei sich das Dasein in der Angst befindet, zum Ausdruck: das Nichts und Nirgends. Unheimlichkeit meint aber dabei zugleich das Nicht-zuhause-sein. Bei der ersten phänomenalen Anzeige der Grundverfassung des Daseins und der Klärung des existenzialen Sinnes von In-Sein im Unterschied von der kategorialen Bedeutung der “Inwendigkeit” wurde das In-Sein bestimmt als Wohnen bei…, Vertrautsein mit…Dieser Charakter des In-Seins wurde dann konkreter sichtbar gemacht durch die alltägliche Öffentlichkeit des Man, das die beruhigte Selbstsicherheit, das selbstverständliche “Zuhause-sein” in die durchschnittliche Alltäglichkeit des Daseins bringt. Die Angst dagegen holt das Dasein aus seinem verfallenden Aufgehen in der “Welt” zurück. Die alltägliche Vertrautheit bricht in sich zusammen. Das Dasein ist vereinzelt, das jedoch als In-der Welt-sein. Das In-Sein kommt in den existenzialen “Modus” des Un-zuhause. Nichts anderes meint die Rede von der “Unheimlichkeit”

 

Angst und Furcht I // Angustia y Miedo I

En mi post “Confesiones de un plasmado” he utilizado conceptos como Angustia, Miedo y Fuga – Huida sin que su exactitud me haya preocupado demasiado. Encuentro por ello apropiado añadir ahora como complemento la transcripción de uno de los capítulos de la obra de Heidegger “Ser y Tiempo” en el que el filósofo alemán aborda a fondo dichos conceptos.

El capítulo lleva por título “La disposición afectiva fundamental de la angustia como modo eminente de la aperturidad del Dasein” y como abarca unas ocho páginas he optado por transcribirlo a tramos en español y alemán.

Im Beitrag “Confesiones de un plasmado”  habe ich Begriffe wie Angst (Angustia), Furcht (Miedo) und Flucht (Fuga bzw. Huida) benutzt, ohne dass ich mich um deren Genauigkeit viel gekümmert habe. Deshalb halte ich als angemessen einen der Abschnitte von Heideggers Werk “Sein und Zeit”, in dem er solche Begriffe gründlich anpackt, als Ergänzung, hinzufügen.

Der Abschnitt lautet “Die Grundbefindlichkeit der Angst als eine ausgezeichnete Erschlossenheit des Daseins” und da er etwa acht Seiten des Buches umfasst werde ich ihn stückwesie auf spanisch und deutsch abschreiben.

La disposición afectiva de la angustia como modo eminente de la aperturidad del Dasein

Es una posibilidad del ser del Dasein la que deberá darnos “información” óntica acerca del Dasein mismo como ente. Tal información sólo es posible en la aperturidad que pertenece al Dasein, y que se funda en la disposición afectiva y el comprender. ¿En qué medida es la angustia una disposición afectiva eminente? ¿De qué modo en la angustia el Dasein es llevado ante sí mismo por su propio ser, de tal manera que el ente que la angustia abre en cuanto tal pueda ser determinado fenomenológicamente en su ser, o que esta determinación pueda, al menos, recibir una preparación suficiente?

Con el fin de acercarnos al ser de la totalidad del todo estructural, tomaremos como punto de partida  los análisis concretos de la caída que acabamos de desarrollar. La absorción en “el uno” y en el “mundo” del que nos ocupamos manifiesta una especie de huida del Dasein ante sí mismo como poder-sí-mismo-propio. Este fenómeno de la huida del Dasein ante sí mismo y ante su propiedad pareciera empero ser el menos indicado para servir de fundamento fenoménico para la investigación que va a seguir. En esta huida el Dasein justamente no se pone ante sí mismo. Darse la espalda a sí mismo, en conformidad con el rasgo más propio de la caída , lleva lejos del Dasein. Sin embargo, al investigar esta clase de fenómenos, es necesario cuidarse de no confundir la caracterización óntico-existentiva con la interpretación ontológico-existencial o, lo que es igual, de no pasar por alto los fenómenos positivos de aquélla que sirven de base para ésta.

Es cierto que en la caída el modo propio de ser-sí-mismo está existentativamente cerrado y repelido; pero este estar cerrado es sólo la privación de una aperturidad que se manifiesta fenoménicamente en el hecho de que la huida del Dasein es una huida ante sí mismo. En el ante-qué de la huida el Dasein viene precisamente “tras” de sí. Tan sólo en la medida en que el Dasein es llevado por esencia ontológicamente ante sí mismo por su propia aperturidad, puede también huir ante sí mismo. Es cierto que el ante-qué de la huida no queda aprehendido en este cadente darse la espalda, ni menos aún experimentado en una vuelta hacia atrás. Pero, en cambio, al darle la espalda, el ante-qué queda abierto “Ahí”. El óntico-existentivo darse la espalda, en razón de su carácter de apertura, ofrece fenoménicamente la posibilidad de entender ontologica-existencialmente el ante-qué de la huida en cuanto tal. Dentro del óntico “lejos de” que se halla en el darse la espalda, el ante-qué de la huida puede ser comprendido y conceptualizado en una vuelta hacia atrás fenomenológicamente interpretativa.

Según esto, la orientación del análisis por el fenómeno de la caída no excluye, en principio, la posibilidad de averiguar ontológicamente algo acerca del Dasein que ha sido abierto en dicho fenómeno. Por el contrario, precisamente aquí es donde la interpretación queda menos expuesta a una autocomprensión artificial del Dasein. La posibilidad de avanzar hacia el ser del Dasein por medio de una interpretación que va siguiendo los pasos de un comprender afectivamente dispuesto, es tanto mayor cuanto más originario es el fenómeno que sirve de disposición afectiva aperiente. Que la angustia cumpla con estas condiciones es, por lo pronto, una mera afirmación.

Para el análisis de la angustia no carecemos enteramente de preparación. Es cierto que aún queda oscura su conexión ontológica con el miedo. Manifiestamente hay entre ellos una afinidad fenoménica. Indicio de ello es el hecho de que ambos fenómenos quedan ordinariamente indiferenciados y que suele designarse como angustia lo que es miedo y como miedo lo que tiene el carácter de angustia. Intentaremos acercarnos al fenómeno de la angustia por pasos contados.

La caída del Dasein en el uno y en el “mundo” de la ocupación la hemos llamado una “huida” ante sí mismo. Pero no todo retroceder ante… ni todo dar la espalda a… es necesariamente una huida. El retroceder por miedo ante lo abierto por el miedo, ante lo amenazante, tiene el carácter de la huida. La interpretación del miedo como disposición afectiva hizo ver lo siguiente: el ante-qué del miedo es siempre un ente perjudicial intramundano que desde una cierta zona se acerca en la cercanía y que, no obstante, puede no alcanzarnos. En la caída el Dasein se da la espalda a sí mismo. El ante- qué de este retroceder debe tener, en general, el carácter del amenazar; pero eso ante lo que el Dasein retrocede es un ente de la misma índole del ente que retrocede: es el Dasein mismo. El ante- qué de este retroceder no puede concebirse como algo “temible”, porque lo temible siempre comparece como ente intramundano. La única amenaza “temible”, la amenaza descubierta en el miedo, proviene siempre de un ente intramundano.

Por consiguiente, el darse la espalda propio de la caída tampoco es un huir que esté fundado en un miedo ante un ente intramundano. Un carácter de huida así fundado es tanto menos propio del darse la espalda cuanto que éste precisamente se vuelve hacia el entre intramundano absorbiéndose en él. El darse la espalda propio de la caída se funda más bien en la angustia, y ésta, a su vez, hace posible el miedo.

Para la comprensión de lo que quiere decir aquí la huida cadente del Dasein ante sí mismo, es necesario traer a la memoria el estar-en-el-mundo como constitución fundamental de este ente. En ante-qué de la angustia es el estar-en-el-mundo en cuanto tal. ¿Cómo se distingue fenoménicamente eso de lo que la angustia se angustia, de aquello de lo que el miedo tiene miedo? El ante-qué de la angustia no es un ente intramundano. De ahí que por esencia no pueda estar en condición respectiva. La amenaza no tiene el carácter de una determinada perjudicialidad que afecte a lo amenazado desde el punto de vista de un poder-ser fáctico particular. El ante-qué de la angustia es enteramente indeterminado. Esta indeterminación no sólo deja tácticamente sin resolver cual es el ente intramundano que amenaza, sino que indica que los entes intramundanos no son en absoluto relevantes, Nada de lo que está a la mano o de lo que está- ahí dentro del mundo funciona como aquello ante lo que la angustia se angustia. La totalidad respeccional-intramundanamente descubierta- de lo a la mano y de lo que está-ahí, carece, como tal, de toda importancia. Toda entera se viene abajo. El mundo adquiere el carácter de una total insignificancia. En la angustia no comparece nada determinado que, como amenazante, pudiera tener una condición respectiva.

Por consiguiente, la angustia tampoco “ve” un determinado “aquí” o “allí” desde el que pudiera acercarse  lo amenazante. El ante-qué de la angustia se caracteriza por el hecho de que lo amenazante no está en ninguna parte. La angustia “no sabe” qué es aquello ante lo que se angustia. Pero “en ninguna parte” no significa simplemente “nada”, sino que implica la zona en cuanto tal, la aperturidad del mundo en cuanto tal para el estar-en esencialmente espacial. Por consiguiente, lo amenazante no puede tampoco acercarse desde una cierta dirección dentro de la cercanía: ya está en el “Ahí”-y, sin embargo, en ninguna parte; está tan cerca que oprime y le corta a uno el aliento- y, sin embargo en ninguna parte.

Die Grundbefindlichkeit der Angst als eine ausgezeichnete Erschlossenheit des Daseins

Eine Seinsmöglichkeit des Daseins soll ontischen “Aufschluβ” geben über es selbst als Seiendes. Aufschluβ ist nur möglich in der zum Dasein gehörenden Erschlossenheit, die in Befindlichkeit und Verstehen gründet. Inwiefern ist die Angst eine ausgezeichnete Befindlichkeit? Wie wird in ihr das Dasein durch sein eigenes Sein vor es selbst gebracht, so daβ phänomenologisch das in der Angst erschlossene Seiende als solches in seinem Sinn bestimmt, bzw. diese Bestimmung zureichend vorbereitet werden kann?

In der Absicht, zum Sein der Ganzheit des Strukturganzen vorzudringen, nehmen wir den Ausgang bei den zuletzt durchgeführten konkreten Analysen des Verfallens. Das Aufgehen im Man und bei der besorgten “Welt” offenbart so etwas wie eine Flucht des Daseins vor ihm selbst als eigentlichem Selbst-sein- können. Dieses Phänomen der Flucht des Daseins vor ihm selbst und seiner Eigentlichkeit scheint aber doch am wenigsten die Eignung zu haben, als phänomenaler Boden für die folgende Untersuchung zu dienen. In dieser Flucht bringt sich das Dasein doch gerade nicht vor es selbst. Die Abkehr führt entsprechend dem eigensten Zug des Verfallens weg vom Dasein. Allein bei dergleichen Phänomenen muβ die Untersuchung sich hüten, die ontisch-existenzielle Charakteristik mit der ontologischen-existenzialen Interpretation zusammenzuwerfen, bzw. die in jener liegenden positiven phänomenalen Grundlagen für diese zu übersehen.

Existenziell ist zwar im Verfallen die Eigentlichkeit des Selbstseins verschlossen und abgedrängt, aber diese Verschlossenheit ist nur die Privation einer Erschlossenheit, die sich darin offenbart, daβ die Flucht des Daseins Flucht vor ihm selbst ist. Im Wovor der Flucht kommt das Dasein gerade “hinter” ihm her. Nur sofern Dasein ontologisch wesenhaft durch die ihm zugehörende Erschlossenheit überhaupt vor es selbst gebracht ist, kann es vor ihm fliehen.

In dieser verfallenden Abkehr ist freilich das Wovor der Flucht nicht erfaβt, ja sogar auch nicht in einer Hinkehr erfahren. Wohl aber ist es in der Abkehr von ihm erschlossen “da”. Die existenziell-ontische Abkehr gibt auf Grund ihres Erschlossenheitscharakters phänomenal die Möglichkeit, existenzial-ontologisch das Wovor der Flucht als solches zu fassen. Innerhaln des ontischen “weg von”, das in der Abkehr liegt, kann in phänomenologisch interpretierender “Hinkehr” das wovor der Flucht verstanden und zu Begriff gebracht werden.

Sonach ist die Orientierung der Analyse am Phänomen des Verfallens grundsätzlich nicht zur Aussichtslosigkeit verurteilt, ontologisch etwas über das in ihm erschlossene Dasein zu erfahren. Im Gegenteil- die Interpretation wird gerade hier am wenigstens einer künstlichen Selbsterfassung des Daseins ausgeliefert. Sie vollzieht nur die Explikation dessen, was das Dasein selbst ontisch erschliesst. Die Möglichkeit, im interpretierenden Mit-und-Nachgehen innerhalb eines befindlichen Verstehens zum Sein des Daseins vorzudringen, erhöht sich, je ursprünglicher das Phänomen ist, das methodisch als erschliessende Befindlichkeit fungiert. Daβ die Angst dergleichen leistet, ist zunächst eine Behauptung.

Für die Analyse der Angst sind wir nicht ganz unvorbereitet. Zwar bleibt noch dunkel, wie sie ontologisch mit der Furcht zusammenhängt. Offensichtlich besteht eine phänomenale Verwandschaft. Das Anzeichen dafür ist die Tatsache, daβ beide Phänomene meist ungeschieden bleiben und als Angst bezeichnet wird, was Furcht ist, und Furcht gennant wird , was den Charakter der Angst hat. Wir versuchen, schrittweise zum Phänomen der Angst vorzudringen.

Das Verfallen des Daseins an das Man und die besorgte “Welt” nannten wir eine “Flucht” vor ihm selbst. Aber nicht jedes Zurückweichen vor…, nicht jede Abkehr von…ist notwendig Flucht. Das in der Flucht fundierte Zurückweichen vor dem, was Furcht erschlieβt, vor dem Bedrohlichen, hat den Charakter der Flucht. Die Interpretation der Furcht als Befindlichkeit zeigte: das Wovor der Flucht ist je ein innerweltliches, aus bestimmter Gegend, in der Nähe sich näherndes, abträgliches Seiendes, das ausbleiben kann. Im Verfallen kehrt sich das Dasein von ihm selbst ab. Das Wovor dieses Zurückweichens muβ überhaupt den Charakter des Bedrohens haben; es ist jedoch Seiendes von der Seinsart des zurückweichenden Seienden, es ist Dasein selbst. Das Wovor dieses Zurückweichens kann nicht als “Furchtbares” gefaβt werden, weil dergleichen immer als innerweltliches Seiendes begegnet. Die Bedrohung, die einzig “furchtbar” sein kann und die in der Furcht entdeckt wird, kommt immer von innerweltlichen Seienden her.

Die Abkehr des Verfallens ist deshalb auch kein Fliehen, das durch eine Furcht vor innerweltlichem Seienden fundiert wird. Ein so gegründeter Fluchtcharakter kommt der Abkehr um so weniger zu, als sie sich gerade hinkehrt zum innerweltlichen Seienden als Aufgehen in ihm. Die Abkehr des Verfallens gründet vielmehr in der Angst, die ihrerseits Furcht esrt möglich macht.

Für das Verständnis der Rede von der verfallenden Flucht des Daseins vor ihm sebst muβ das In-der- Welt- sein als Grundverfassung dieses Seienden in Erinnerung gebracht werden. Das Wovor der Angst ist das In-der-Welt-sein als solches. Wie unterscheidet sich phänomenal das, wovor die Angst sich ängstet, von dem, wovor die Furcht sich fürchtet? Das Wovor der Angst ist kein innerweltliches Seiendes. Daher kann es damit wesenhaft keine Bewandtnis haben. Die Bedrohung hat nicht den Charakter einer bestimmten Abträglichkeit, die das Bedrohte in der bestimmten Hinsicht auf ein besonderes faktisch Seinkönnen trifft. Das Wovor der Angst ist völlig unbestimmt. Diese Unbestimmtheit läβt nicht nur faktisch unentschieden, welches innerweltliche Seiende droht, sondern besagt, daβ überhaupt das innerweltliche Seiende nicht “relevant” ist. Nichts von dem, was innerhalb der Welt zuhanden und vorhanden ist, fungiert als das, wovor die Angst sich ängstet. Die innerweltlich entdeckte Bewandtnisganzheit des Zuhandenen und Vorhandenen ist überhaup als solche überhaupt ohne Belang. Sie sinkt in sich zusammen. Die Welt hat den Charakter völliger Unbedeutsamkeit. In der Angst begegnet nicht dieses oder jenes, mit dem es als Bedrohlichem eine Bewandtnis haben konnte.

Daher “sieht” die Angst auch nicht ein bestimmtes “Hier” und “Dort”, aus dem her sich das Bedrohliche nähert. Daβ das Bedrohliche nirgends ist, charakterisiert das Wovor der Angst. Diese “weiβ nicht”, was es ist, davor sie sich ängstet. “Nirgends” aber bedeutet nicht nichts, sondern darin liegt Gegend überhaupt, Erschlossenheit von Welt überhaupt für das wesenhaft räumliche In-Sein. Das Drohende kann sich deshalb auch nicht aus einer bestimmten Richtung her innerhalb der Nähe narren, es ist schon “da”-und doch nirgends- es ist so nah, daβ es beengt und einem den Atem verschlägt-und doch nirgends.

¿Existenz = Dasein?

Ich beziehe mich in diesem Beitrag auf den Kommentar von Josemarikeynes von 23/02/2013

Ich halte nämlich seine Frage als sehr sachbezogen. Um sie zu beantworten, werde ich einfach die Wörter des ausgezeichneten Übersetzers des spansichen Ausgabes von “Sein und Zeit”, Jorge Eduardo Rivera, benutzen, etwas was ich sowieso interessant finde denn das bietet mir die Gelegenheit, den im Anhang des Buches befindichen spanischen Text des Übersetzers ins Deutsche zu übersetzen.

Für die Übersetzungsfehler entschuldige ich mich im Voraus.

En esta entrada me refiero al comentario de Josemarikeynes del 23/02/2013.

Considero la pregunta muy pertinente. Para responderla utilizaré simplemente las palabras del gran traductor de la edición española de “Ser y Tiempo” , Jorge Eduardo Rivera. Algo que, de cualquier manera, encuentro interesante pues me ofrece la ocasión de traducir al alemán el texto del traductor que en español se encuentra en el apéndice del libro.

Por los fallos de traducción me disculpo por adelantado.

 

Das Wort “Dasein” wurde von Gaos (der spanischer Philosoph José Gaos war der Übersetzer einer früheren und sehr lang als standard geltenden spansichen Version von “Sein und Zeit”)  als “ser-ahí” übersetzt. Wir halten diese Übersetzung als irreführend. Zuerst im guten Spanischen sollte man “Dasein” eher als “estar-ahí” übersetzen. “Estar-ahí” aber bedeutet Existenz in ihrem ¨herkömmlichen Sinn”, das heisst, etwas ganz anders von dem, was Heidegger mit dem Wort “Dasein” meint. “Ser-ahí” könnte man auch als Sein in der Weise in das “Da” zu sein (modo de estar en el ahí). Allerdings würde das “Dasein” dann nicht ein “ser-ahí” sondern das Sein des “Da” (el ser del ahí) bedeuten. Es scheint uns daher besser, das Wort “Dasein” nicht zu übersetzen und einfach den deutschen Ausdruck auch in der spanischen Version als gültig zu lassen. Manche Übersetzer halten dies als ein Irrtum bzw. einen Misserfolg. Aber man soll an Wörter wie “logos”, “physis”, “polis”,denken, die heutzutage von jedwedem Leser von Philosophie verstanden sein können. Wenn man “logos” übersetzen würde, würde man gezwungen sein, sich für eine der mehrfachen Bedeutungen, die dieses Wort auf Griechisch hat, zu entscheiden  und das Reichtum des Wortes würde an Polysemie verlieren. Aber gerade diese Polysemie ist das was den hoher Wert des Wortes in der griechischen Sprache ausmacht. Das Wort “Dasein” bedeutet wortwörtlich “Existenz”.Heidegger benutzt es immerhin ausschliesslich im Sinne von menschlicher Existenz. Man könnte es daher als “existir” oder “existencia” übersetzen. Dennoch gehen dadurch alle die Hinweise, die Heidegger unausgesprochen auf die Etymologie des Wortes macht, verloren: “Dasein” bedeutet wortwörtlich das “Da” zu sein (“ser el ahí”), und es bezieht sich demzufolge auf den Mensch soweit dieser  ihm selbst, der Welt und den anderen Menschen erschlossen ist. “Dasein”aber deutet zudem, mittelbar, auf das Erschlossen des Seins selbst, auf dessen Einbruch in den Menschen an. Deswegen haben wir das deutsche Wort nicht übersetzt genau wie, übrigens, die Mehrheit der Übersetzer vorgehen.

“existencia”: Existenz. Dieses Wort ist das Schlüsselwort in “Sein und Zeit”. Wie man später sehen wird, die “Existenz” ist die eigentliche Seinsweise des Daseins, ist- wenn man es so sagen mag- das “Wesen” des Daseins. Man soll Existenz als “ex-sistencia” verstehen, das heisst, im Sinne von Heraustreten aus seiner selbst. Die Absicht des ganzen “Sein und Zeit” ist gerade, dies zu erklären.

Jorge Eduardo Rivera

Jorge Eduardo Rivera

La palabra Dasein es traducida por Gaos por “ser- ahí”. Nos parece que esta traducción es errónea. En primer lugar, en buen castellano habría que decir “estar-ahí”; pero “estar-ahí” significa existencia, en el sentido tradicional, es decir, algo enteramente diferente de lo que quiere decir Heidegger con la palabra Dasein. “Ser-Ahí” podría entenderse también como ser en el modo de estar en el ahí. Pero entonces el Dasein no sería un “ser-ahí”, sino el ser del ahí. Por eso hemos preferido dejar la palabra Dasein sin traducción. Algunos traductores consideran esto un fracaso y un error. Pero piénsese en palabras tales como logos, physis, polis, que hoy son comprendidas por cualquier lector de filosofía. Si se tradujera logos, habría que traducirlo por una de las múltiples significaciones que esa palabra tiene en griego, y con ello la palabra perdería su riqueza polisémica que es justamente lo que la hace tener un alto valor en el lenguaje de los griegos. La palabra Dasein significa, literalmente, existencia, pero Heidegger la usa en el sentido exclusivo de existencia humana. Se la podría traducir, pues, por existir o existencia. Pero con esto se pierden todas las alusiones que Heidegger hace implícitamente a la etimología de la palabra: Dasein significa literalmente “ser el ahí”, y por consiguiente se refiere al ser humano, en tanto que el ser humano está abierto a sí mismo, al mundo y a los demás seres humanos. Pero “Dasein” alude también, indirectamente, al abrirse del ser mismo, a su irrupción en el ser humano. Por eso hemos preferido dejar la palabra en alemán, como lo hacen, por lo demás, hoy día, la mayoría de los traductores.

“… existencia”: Existenz. Esta palabra es clave en “Ser y Tiempo”. Como se verá más adelante, la Existenz es el modo propio de ser del Dasein, es- si se quiere- la “esencia” del Dasein. Existenz debe ser entendida como “ex – sistencia”, es decir, como salida afuera de sí mismo. Esto se aclarará a lo largo de toda la obra de “Ser y Tiempo”